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Sway Clarke, Sway Clarke BACKSTAGE EXCLUSIV

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Sway Clarke, Bad Love, 00602547164117

Bad Love

(EP)

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Biografie

04.08.2016

Sway Clarke, "Bad Love", 2016

Der Wahlberliner Sway Clarke liefert mit seiner Debüt-EP "Bad Love" (VÖ: 08.07.) den Sommer-Soundtrack

"Niemand singt so schön hoffnungsvoll über gebrochene Herzen, gescheiterte Beziehungen und das Fremdgehen wie der charmante Wahlberliner Sway Clarke", hieß es zuletzt im Berliner Style Mag, das sich auf die Veröffentlichung seiner Debüt-EP "Bad Love" (Island Records/Universal) freute. Während der aus Kanada stammende Sänger und Songwriter die EP am 08. Juli endlich veröffentlichen wird, entpuppt sich die darauf ebenfalls vertretene Single "I Don't Need Much" in diesen Wochen als Dauerbrenner – denn allein bei Soundcloud verzeichnet der Track inzwischen rund eine Viertelmillion Plays. Auch international von The FADER, Noisey, dem Clash Magazine, dem NME und Co. als Stimmwunder eingestuft, ist die kommende EP jedoch erst der Auftakt für den Kanadier, der schon im Vorprogramm von HAIM quer durch Deutschland unterwegs war.

Der Titeltrack seiner Debüt-EP, "Bad Love", ist minimalistischer Pop inkl. übergroßem, ultraemotionalem Refrain: Vorangetrieben von einer ansteckenden Bassline, singt Clarke davon, wie viel doch falschläuft und unter den Tisch gefegt wird in der Liebe, wie oft die Fassade eines gemeinsamen Lebens so viel schöner aussieht als die Wirklichkeit. "Deepak Chopra" verhandelt die Frage, ob "es okay ist, mal kurz für ein, zwei Wochenenden das gewöhnliche Leben durch Party-Exzesse hinter sich zu lassen" – es geht also auch hier um die Frage, wo man die Grenzen ziehen sollte. "Tangerine" feat. Tycho zählt ganz klar zu den Highlights der EP, und abgerundet wird das Paket von dem bereits im Vorfeld veröffentlichten Track "I Don't Need Much" sowie einem Update, "I Don't Need Much Pt. 2", das mit nachdrücklichen 808-Beats daherkommt.

Seit mehreren Jahren in der deutschen Hauptstadt beheimatet, hat Clarke, der sich anfangs Sway Clarke II nannte, mit seinem gefühlvollen, 100% persönlichen Ansatz als Songwriter auf beiden Seiten des Atlantiks schon unzählige Fans gefunden: Indem er sich niemals versteckt, ganz offen seine persönlichen Erfahrungen, seine Beziehungen, seine Probleme, Fragen und Gedanken anspricht, hat man stets nach wenigen Takten das Gefühl, ganz nah dran zu sein an ihm, wirklich teilzuhaben an der Welt des 25-Jährigen. Auch dass er von Genregrenzen nicht viel hält, hört man sofort: Pop, R&B, Soul, Hip-Hop und Folk sind nur der Anfang einer langen Liste von Bezugspunkten, die "so ziemlich alles" beinhaltet, wie er selbst sagt (außer Nu-Metal und Phish und auch nicht die Red Hot Chili Peppers).  

"Wie die meisten farbigen Kids in Toronto, träumte auch ich irgendwann davon, ein Rapper zu werden", erzählt Sway, der in einer großen Familie aufgewachsen ist. Da er jedoch bald feststellen musste, dass er eigentlich gar nicht rappen konnte, entdeckte er wenig später das Singen für sich und versuchte sich schon bald darauf als Songwriter: Er entdeckte Oasis für sich, lernte Gitarre, schrieb richtige Songs – und entschied sich 2012 dafür, Toronto zu verlassen und nach Berlin zu gehen. Dort angekommen, wirkte er kurze Zeit später bei Tinie Tempahs Song "Tears Run Dry" als Songschreiber und Vokalgast mit und wollte daraufhin eigentlich weiter Songs für andere Künstler schreiben...

Doch zum Glück kam es anders: Das unter der Dusche entstandene und schließlich doch von ihm selbst eingesungene "I Don't Need Much" wurde bei The FADER bereits mit der Formel "Frank Ocean meets Lorde" gefeiert – und auch sein zuletzt veröffentlichtes Mixtape "Quiet. It's my 90s Mixtape" schlug ein wie eine Bombe. Letzteres ist übrigens ein perfektes Abbild seiner vielen Einflüsse, denn Sway hatte darauf nur seine persönlichen Helden, von den Fugees bis Foo Fighters, von Oasis bis zu den Beasties, von Blur bis Nirvana gecovert.

Mit "Bad Love" legt der Kanadier, der auch beim diesjährigen The Great Escape in Brighton geglänzt hat, sein bis dato eindringlichstes und persönlichstes Statement vor – und verwischt die Grenzen zwischen Pop, R&B, Folk und Singer/Songwriter ein für alle Mal.