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28.04.2016

Volbeat 2016

Volbeat sind wieder da, und sie machen keine Gefangenen. Über die Jahre haben die Dänen einen unverwechselbaren Sound kreiert. Es gibt niemanden da draußen, der auf ähnlich mitreißende Weise Metal und Rock'n'Roll mit hymnischen Chören verbinden kann.

Die Liste der Zutaten, die ihren einzigartigen Sound bestimmen, ist länger als das Strafregister eines durchschnittlichen Hells Angel. Deutlich spürbar ist eine tiefe Liebe zum ikonischen Rock’n’Roll von Johnny Cash und Elvis Presley ebenso wie die Begeisterung für den freundlichen Punk-Rock von Joe Strummer und Michael Ness bzw. Social Distortion. Das verbindet sich mit einem ausgeprägten Hang zu schweren, lauten Gitarren und Hymnen wie aus dem Fussballstadion. 

Ein Konzept, dem Volbeat eine einmalige Karriere mit Millionen verkauften Alben und unzähligen Auszeichnungen verdanken. Nicht nur in Europa, auch in den USA gelang ihnen längst der ganz große Durchbruch, für eine europäische Band immer noch eine absolute Seltenheit. 

Das alles könnte aber nicht funktionieren, wenn Volbeat sich nicht immer wieder hinterfragen und stetig weiterentwickeln würden. Aus der vermeidlichen Diskrepanz zwischen internationalen Arena-Tourneen und der Abgeschiedenheit ihrer dänischen Heimat schöpfen Volbeat ihre Kraft. Das war auch jetzt wieder so, als es an die Produktion des neuen Albums "Seal The Deal & Let’s Boogie" ging. "Das neue Album wäre nicht so stark, wie ich es finde, wenn wir uns nicht die nötige Ruhe dafür genommen hätten", sagt Sänger Michael Poulsen. "Wir haben alles ausgeblendet und uns ein halbes Jahr komplett auf auf diese Platte konzentriert – was im Ergebnis dazu führt, dass wir wirklich sehr zufrieden mit ihr sind."

Generell muss man sich die Produktion eines Volbeat-Albums so vorstellen wie eine gigantische Schnitzeljagd. Volbeat sind Perfektionisten. Es geht ihnen um die klassische Vorstellung vom Album als Gesamtkunstwerk. Und insofern immer und in jeder Minute um die Frage: Was fehlt noch, welche Nuance könnte den Durchbruch bringen? Derart hohe Qualitätsansprüche können nur erfüllt werden, indem die Musiker sich immer wieder hinterfragen und interner Kritik aussetzen. Es war also ein weiter Weg, aus den ursprünglich 27 Songs jene 13 zu destillieren, die nun auf "Seal The Deal & Let’s Boogie" enthalten sind  

Und dann war da noch die Sache mit dem Bassisten Anders Kjølholm, der Volbeat nach 15 gemeinsamen Jahren einvernehmlich verließ. Auf »Seal The Deal & Let’s Boogie« hat Rob Caggiano den Bass eingespielt, doch inzwischen ist die Kjølholm-Nachfolge geregelt: Kaspar Boye Larson wird Volbeat auf der kommenden Tour begleiten.

Auf die Konzerte freut sich Michael Poulsen bereits jetzt: "Sobald ich meine Sachen packe und in den Bus steige, kommt wieder dieses ganz bestimmte Kribbeln." Das gleiche Kribbeln vermutlich, wie es die Vorfreude auf "Seal The Deal & Let’s Boogie" bei uns auslöst.