Alessia Cara | News | Das sind die deutschen Hauptdarsteller im Video zu "Scars To Your Beautiful" von Alessia Cara

Alessia Cara 2016
09.02.2017

Das sind die deutschen Hauptdarsteller im Video zu “Scars To Your Beautiful” von Alessia Cara

Fürs neue Video zu ihrem Song “Scars To Your Beautiful” lud Alessia Cara ihre deutschen Fans ein, sich zu öffnen. Im Clip machen sie anderen Mut, zu ihren Defiziten zu stehen. Hier könnt ihr die Geschichten der Protagonisten nachlesen: 

Maren

“Ich wurde schon in Kindergarten und Grundschule gemobbt und gehänselt – wegen meiner sensiblen Art und auch weil ich früher sehr pummelig war.
Ich war immer schon eher zurückgezogen (…) als ich diese Beleidigungen erfahren hatte, dachte ich, die anderen haben Recht, ich hätte es verdient, so behandelt zu werden.” Alles gipfelte darin, dass Maren sich in der 9. Klasse in einen Junge aus ihrer Schule verliebte und er ihren Liebesbrief an ihn der gesamten Klasse zueigte. Die Reaktion: Alle lachten über Maren, “Und er ließ mir durch eine Klassenkameradin ausrichten, ich möge mich bitte zuerst mal im Spiegel betrachten. Das hat mit den letzten Kick gegeben zu denken, ich sei nicht gut genug, ich müsse was ändern. Ich habe daraufhin sehr viel abgenommen und eine Essstörung entwickelt, bis ich von ca 70 kg auf 45 kg abgemagert war.” Doch auch dass sie plötzlich so dünn war, war keinem recht. Maren begann zu denken, es läge alles an ihem Äußeren, sie sei nicht hübsch genug “Wobei eine Essstörung viel tiefer geht – mit seelischen Narben – und das Hungern nur ein Symptom, eine Art Hilfeschrei ist. Diese Demütigungen haben tiefe Spuren hinterlassen, ich war jahrelang in Kliniken, wurde falsch behandelt. Habe Menschen von mir abgesschottet, eine Mauer gebaut , weil ich dachte, sie würde mich vor Verletzungen schützen… Aber, all diese Erfahrungen und Narben haben mich sehr viel stärker gemacht, sind ein Teil von mir” inzwischen kekommt Maren von vielen Menschen zu hören, sie sei von innen schön, dein Charakter ist toll, du bist einzigartig. “Du bist nicht nur dein Aussehen, dein Körpergewicht, du bist VIEL MEHR ! Und nur darauf kommt es an: Be Soulfood, not Eye-Candy. SO WAHR. Lernt die Menschen erst mal richtig kennen, bevor ihr urteilt!”

Alessia

“Ich bin der Meinung, dass Schönheit nichts mit dem äußeren Erscheinungsbild zu tun hat, sondern hauptsächlich aus dem Inneren eines Menschen kommt. Dies vermittelt auch Alessia Cara wundervoll in ihrem Lied ”Scars To Your Beautiful“. Ich selbst leide an einer Rückenkrankheit namens Skoliose.” Ihre Wirbelsäule ist dreidimensional verkrümmt. Daher fiel es ihr anfangs schwer, sich selbst zu akzeptieren. Oft schämte sie sich – im Schwimmbad zum Beispiel war es besonders unangenehm für sie. Ständig verglich sich Alessia mit Anderen, ihr Selbstwertgefühl sank. “Egal ob per Social Media oder im realen Leben, Vergleiche machen uns Menschen fertig, weil es viele Leute gibt, die in unseren Augen makellos sind.” Genau deshalb ist es so wichtig, dass man lernt, sich so zu akzeptieren wie man ist. “Erst dann können wir uns richtig wohl in unserem Körper fühlen”, sagt Alessia. 

Kamil

Der 24-Jährige Kamil wurde im Kindesalter häufig am rechten Ohr operiert. Dies führte dazu, dass er einen Hörverlust erlitt. Seitdem muss Kamil ein Hörgerät tragen. Für seine Mitschüler war die Hörhilfe ein gefundenes Fressen. Der 24-Jährige war ein sehr emotionales Kind – was es ihm noch schwerer machte, mit der Situation klar zu kommen. “İch suchte immer Rückhalt bei meiner Mutter, die immer zu mir meinte ‘Hör weg’, bis ich es nicht ertrug und hinhörte.” Kamil hörte sich die Hänseleien an, die sich Stück für Stück in seinem Kopf breit machten – bis er das Positive um ihn herum nicht mehr wahrnahm. Doch im Rückblick rät er allen: “Hört weg, tut das, was euch gut tut und nicht das, was andere von euch Verlangen!”, rät Kamil all jenen, die Ähnliches mitmachen. 

Louisa

Seit Louisa klein war, war das Tanzen ihre große Leidenschaft. Wenn sie sich zur Musik bewegen konnte, war das ihre Chance, für einen Moment den Alltagsstress zu vergessen. “Auch wenn ich nicht die beste Tänzerin bin, war es immer mein größter Wunsch einmal auf einer großen Bühne zu stehen. Doch aufgrund meiner Größe wurde mir dieser Traum immer verweigert.” Wieder und wieder sagte man Louisa, sie sei zu klein für die Bühnenoutfits, und sie passe nicht ins Bild. “Jedes Mal stelle ich mir die Frage, wieso man sofort auf sein Äußeres reduziert wird, anstatt zeigen dürfen, was in einem steckt.” Genau aus diesem Grund freut sich Louisa ganz besonders, ein Teil des Alessia Cara-Projektes sein zu dürfen. So kann sie ihre Geschichte mit anderen teilen.   

Annika

Annika ist 18 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Erzieherin. “Ich bin dicker als andere Menschen. Aber hindert dies mich daran, so zu sein wie ich bin? Nein, das tut es nicht.” Schwimmen gehen, lesen oder mit Freunden treffen – Annika macht all das, was andere in ihrem Alter auch machen. Als sie sechs Jahre alt war, zog sie mit ihren Eltern um. Aufgrund des Ortswechsels war sie plötzlich weit weg von ihren alten Freunden – und wohnte nun an einem Ort, der ihr fremd war und den sie nicht mochte. Sie fand keinen Anschluss in der Grundschule, kam mit ihren Mitschülern nicht zurecht. “Es gab Kinder in meiner Klasse, die wollten nicht mehr mit mir reden, haben mich beleidigt (…) und haben sogar mit Müll nach mir geworfen”, berichtet die 18-Jährige. Annika begann, immer mehr zu essen, wurde von Mitschülern und Lehrern wegen ihres Gewichtes gemobbt. Doch ihre Familie unterstützte sie und liebte sie immer genau so, wie sie ist. “Mittlerweile bin ich selbstbewusster, habe Freunde, die mich unterstützen. Sie akzeptieren und lieben mich, wie ich bin”, sagt sie. Jeder Mensch ist in Annikas Augen einzigartig. “Nur weil man anders aussieht, heißt es nicht das man ausgestoßen, beleidigt oder nicht akzeptiert werden sollte. Denn Mensch ist Mensch. (…) Schätze nicht das was dir fehlt, sondern das was du hast!”

Jane

“Ich hatte ein paar Kilos mehr auf den Hüften, litt unter unreiner Haut und war sehr schüchtern. Ich war in den Pausen immer alleine.” Doch Jane entschied sich, nicht über das nachzudenken, warum ihre Mitschüler sie mieden. Sie konzentrierte sich auf das Positive, auf ihre Stärken. “Einsamkeit gibt dir viel Raum dazu, kreativ zu sein. Ich nahm also meine Gefühle und setze sie in Texte um. Aus diesen Texten wurden Songs.” Das nahm Jane die Schüchternheit und gab ihr Selbstbewusstsein. “Es ist in Ordnung anders zu sein. Es ist sogar verdammt wichtig. Du bist einzigartig. Finde heraus, was dich glücklich macht, denn das sind deine Stärken. Setze sie ein. Und sei stolz darauf, wer du bist.” – Jane will allen Mut machen, die Ähnliches durchmachen. 

RICCARDO

Riccardo Simonetti ist TV–Moderator, Model und Deutschlands erfolgreichster männlicher Blogger. “Mein Lebensmotto ist ‘Starlet on the rise’, denn ich habe mich nie verbiegen lassen.” Aufgewachsen im beschaulichen Bayern ging es für ihn über München nach Berlin. Heute jettet er um die Welt, arbeitet in großen Metropolen und nennt die bunte Entertainment-Industrie sein Zuhause – national und international. Auf seinem Blog fabulousricci.com schreibt Riccardo nicht nur über Mode und Lifestyle, sondern auch über gesellschaftskritische Themen wie Mobbing oder Homophobie. “All I right for is my right to twinkle” ist der Leitspruch seines Blogs. Und gerade weil er in der Entertainment-Industrie arbeitet, ist es ihm wichtig, seinen Fans Mut zu machen, genau so zu sein, wie sie sein wollen. “Mir gibt es Kraft selber entscheiden zu können, wer ich bin”.

Maxim

Maxim wurde für sein Körpergewicht gemobbt, seit er denken kann. Sätze wie “Du bist zu dick! Wie kann man sich nur so anziehen? Wenn ich du wäre würde ich mich schämen!” hörte er von Mitschülern, Fremden und sogar von der eigenen Familie. “Die ganze Wut und die Trauer stauten sich an und wurden zu ernsthaften Depression. In der 6. Klasse fing ich an mich selbst zu verletzen, begleitet von der Frage ‘Wer oder was bin ich eigentlich?’” erzählt der 18-Jährige. Nach seinem ersten Selbstmordversuch, Drogen- und Alkoholmissbrauch folgten Klinikaufenthalte. Doch dann lernte Maxim einen Menschen kennen, der ihm seine Angst nahm und ihm Mut machte, er selbst zu sein. “Ich entschied mich fürs Leben und das Leben für mich.” Er machte seinen Schulabschluss, begann seine Ausbildung zum Friseur. Tattoos und Piercings bauten sein Selbstbewusstsein weiter auf. “Im Sommer 2016 hatte ich mein Outing als Transgender. Ich glaube heute, dass ich der glücklichste Mensch der Welt bin.  Meine Entscheidung Friseur zu werden, traf ich mit dem Hintergedanken, dass ich Menschen helfen möchte, sich mit ihrem Erscheinungsbild zu identifizieren und wohlzufühlen!”

Laura

Laura wurde von ihren Mitschülern gemobbt.“Für mich war dies sehr schwer zu ertragen, da es nicht nur Mitschüler waren, mit denen ich nicht viel zu tun hatte, sondern auch Mitschüler, die sich vorher ‘gute Freunde’ von mir genannt haben.” Online gingen die Beschimpfungen weiter. Das Mobbing ging so weit, dass Laura begann, sich an Armen und Beinen zu ritzen. Die Mitschüler hatten keine Skrupel und stellten mich deshalb sogar im Internet an den Pranger. “Meine Familie und ich haben mit einem Rechtsanwalt versucht dagegen vorzugehen und es löschen zu lassen, aber das Internet vergisst ja bekanntlich nie etwas”, erzählt Laura. Auch ihre Lehrer ließen sie im Stich – es interessierte sie nicht, wie grausam ihre Mitschüler zu ihr waren. Heute ist Laura 19 Jahre alt. Sie studiert und hat ihr Selbstbewusstsein wieder gefunden: “Es war eine schlimme Zeit für mich, aber ich bin dadurch auch stärker geworden!”

Lena

Jeder Mensch hat Leberflecken – mal größere, mal kleinere. Lena hatte ein Muttermal zwischen Oberlippe und Nase, für das sie von Kind an gehänselt wurde. “Je größer ich wurde, desto mehr ist auch mein Muttermal gewachsen”, erzählt sie.  ‘Lena, nur Hexen haben Warzen!’, stichelten ihre Mitschüler. Überschminken konnte Lena den Leberfleck auch nicht, denn er war erhöht. “Im Kino mussten meine Dates immer auf der linken Seite sitzen, denn auf der rechten Seite saß ja schon ein ungebetener Gast. In meinem Gesicht.” Fotos hat Lena kaum aus dieser Zeit. Als sie volljährig war, ließ sie das Muttermal sofort entfernen – es hatte ihr einfach zuviel Kummer bereitet. “Ich finde es immer noch traurig, dass ich mich nicht wohlfühlen konnte – so wie ich war. Schließlich macht es das Leben so viel einfacher, wenn man zu sich und seinem Aussehen steht.”

Kim

Kim ist zwanzig Jahre alt und leidet an Multipler Sklerose, einer chronischen Erkrankung des Nervensystems, seit sie acht Jahre alt ist. Ihre Mutter kämpft ebenfalls mit einer aggressiven Form von MS. Ihre erste Berufausbildung brach Kim ab, damit sie ihre Mutter unterstützen konnte. Mittlerweile hat sie einen neuen Ausbildungsplatz und fühlt sich dort sehr wohl. “Als Kind habe ich viel Mobbing und Ausgrenzung erfahren müssen, denn ich war anders als die Anderen. Doch heißt anders denn gleich immer schlecht?”, fragt sich Lena. Seit 2014 engagiert sie sich für Menschen, die ebenfalls an MS erkrankt sind. Lena möchte denen, bei denen die MS gerade diagnostiziert wurde helfen, ihnen ein offenes Ohr geben, und einfach für sie da sein. 

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