Black Sabbath | Musik

Black Sabbath [Cross Box]
Black Sabbath [Cross Box]
VÖ: 19. November 2010
Black Sabbath
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Produktinformation

Abrakabdabra. Hokus pokus. Dreimal schwarzer Sabbath. Neben zwei weiteren Deluxe-Re-Issues (von “Seventh Star” und “The Eternal Idol”) aus der Backkatalog-Höhle der Hardrocker erscheint im dunklen November 2010 mit der “Black Sabbath Cross Box” die komplette Werkschau der Bandjahre von Black Sabbath mit Ozzy Osbourne – erstklassig remastered, brachial aufgestockt, ultimativ verpackt in einer tiefschwarzen kreuzförmigen Black Sabbath Box.

Zur Mitte der 1980er hatten Black Sabbath selbst ein Kreuz zu tragen. Fünf Jahre nach dem Weggang Ozzy Osbournes hatte die Band sich an einen toten Punkt gespielt, der Albumtitel “Born Again” (mit Ian Gillen an den Leadvocals) blieb ein frommer Wunsch, danach gingen Black Sabbath in ein Sabbatical. “Seventh Star” war eigentlich als Tony Iommis Solodebüt angelegt, auf Druck der Plattenfirma und des Managements musste es der Bandgründer und Gitarrist umdeklarieren, in “Seventh Star” von “Black Sabbath featuring Tony Iommi”. Wie auch immer: “Seventh Star” klingt nach einem drastischen, bewusst unternommenen Weggang Iommis vom Trademark-Sabbath-Sound, hin zu blusesigen, subtileren, zurückgenommen Songs. Iommi hatte einige Sandsäcke abgeworfen, der Black Sabbath Sound stieg auf wie ein Fesselballon. Prägend für das Album wurde Leadsänger Glenn Hughes, Ex-Bassist und Sänger von Deep Purple. In den Vordergrund rückte auch der Session-Keyboarder Geoff Nichols (mit dabei seit “Heaven and Hell”, 1980), der hier erstmals als Bandmitglied ge-creditet wird.
Luden-cool steht Iommi mit geföhnten Locken, Klobrillenbart, Texas-Krawatte und Fransenjacke auf dem Cover von “Seventh Star”, er wäre nicht bei Willie Nelson oder Johnny Cash aufgefallen. Im Gegensatz zu Drummer Eric Singer (später KISS), Keyboarder Geoff Nichols und Bassmann Dave “The Beast” Spitz: ihr Gruppenbild  im Innencover gibt optisch, modisch eine schräge Stylemischung ab!

Bereits 1985 hatte Iommi mit dem Sänger Jeff Fenholt diverse Demoversionen aufgenommen, Connoisseure kennen sie vom Black Sabbath-Bootleg “Star of India”. Seine tiefen Blues-Wurzeln ausgrabend, verband Iommi den Banshee-Wail von Hughes mit seiner eigenen Fähigkeit des mühelosen Noten ineinander Verwebens. Mit aufpoliertem Sound wollte man hier in die Charts, die Single “No Stranger Than Love” overdubte man mit radio-freundlichen Backgroundvocals von Hughes.
Es gab eine Tour zum Album, aber früh schied Hughes aus, nach einigen wenigen Shows versagte seine Stimme. Gerüchteweise hatte er vom Manager der Sabbaths in einer Auseinandersetzung kräftig eins auf die Fresse bekommen, seine Nebenhöhlen und Kehle waren beschädigt, so sehr, dass Geoff Nichols “Ghost-Vocals” hinter dem Vorhang beisteuern musste und Hughes lip-synchen, bis man Hughes mit Ray Gillen austauschte, den man aus Ozzy Osbournes Badlands-Projekt kannte, für das europäische Bein der Tour, nachdem verschiedene US–Dates abgesagt worden waren. Die Kollaboration des 1993 an AIDS verstorbenen Ray Gillen bei Black Sabbath ist nicht mehr als eine Fußnote. Ein seltenes Dokument, im Bonusmaterial der neuen Special Edition von “Seventh Star” ist nun ein erstmals auf CD erscheinender Hammer-Livemitschnitt aus dem Hammersmith Odeon in London vom 2. Juni 1986, auf dem Gillen singt. Das Originalalbum: ein sicherlich merkwürdiger Eintrag in den Annalen der Sabbaths. Nichtsdestrotz: Iommis lockeres Sternen-Segelmanöver, mit dem er seine Karriere wieder auf Kurs bringen sollte, ist essentielles Listening für jeden Hardrockfan.

Auf Kurs ging´s dann eindeutig hardrockiger weiter mit “The Eternal Idol” von Black Sabbath. Die auf “Seventh Star” aufgeweichte Kante, sie kam gestählt zurück. Die Drehtur der Sabbath-Sänger hatte sich wieder einmal gedreht, mit dem Abgang eines vom Sabbath zerfleischten Ray Gillen, den der Birminghamer Schwermetaller Tony Martin ersetzte – obwohl Gillen das gesamte Album bereits eingesungen hatte. Iommi hatte den damals 30jährigen Power-Sänger Martin ins Herz geschlossen, stimmlich kam er selbst an Ronnie James Dio souverän heran, artikulierte perfekt die Heavy Metal-Hymne “The Shining” – einen der größten Sabbath-Hits überhaupt. Martin soll seiner Black Sabbath-Mitgliedschaft gegenüber zuerst eher skeptisch gewesen sein und arbeitete später mit dem Serbenrocker Misha Calvin wie auch mit Keith Emerson und Carl Palmer. “The Eternal Idol” rangiert bei Metal-Experten in der Rubrik “unterschätzter Klassiker”, gilt als bestes Sabbath Album ohne Ozzy Osbourne oder Ronnie James Dio. Die Deluxe-Version vom Sabbath-Album mit dem Pseudo-Auguste Rodin-Cover enthält neben dem remasterten, damals von Jeff Glixman (Kansas, Yngwie Malmsteen, Georgia Satellites) produzierten Originalalbum und diversen Single-B–Seiten nun erstmals auf CD die komplette Albumsession mit Ray Gillen an den Vocals. Möge der Hardrockfan selbst entscheiden!

Absolut unerreicht natürlich immer noch: Black Sabbath im Gespann aus Ozzy Osbourne und Tony Iommi, mit Bassist Geezer Butler und Drummer Bill Ward. Neun Albumklassiker der Urbesetzung behaust im spektakulären Kreuzformat die brandneue “Black Sabbath Cross Box”. Eingepackt in Japan-Papersleeves findet man dort: “Black Sabbath”, “Paranoid”, “Master Of Reality”, “Volume 4″, ”Sabbath Bloody Sabbath“, ”Sabotage“, ”Technical Ecstasy“, ”Never Say Die“, und das zwei CDs starke ”We Sold Our Soul For Rock´n´Roll“. Dazu gibt es 3 Interview-CDs mit Radiodokumentationen zu ”Black Sabbath“, ”Paranoid“ und ”Master Of Reality“, neben einem 100 Seiten starken ”Ozzy Years Discography"-Buch. Kleines Schmankerl sind ein Poster und 4 Sabbath-Gitarrenpicks. Spektakulär: das circa 45x35 Zentimeter große Sabbath-Kreuz für die Rocker-Vitrine.
Veröffentlichung
2010-11-19
Format
CD
Label
Sanctuary Records
Bestellnummer
00600753296974
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