Claudia Koreck | Biografie

Album-Fact: Claudia Koreck “Kinderplatte II (Weihnachten im Wald)”

O du Fröhliche!
Neue tierische Abenteuer von und mit Claudia Koreck: Die bayerische Songwriterin bringt ihre zweite Kinderplatte heraus. Darauf feiert sie winterliche Weihnachten, mit Geschichten und Liedern  
Wenn sich Kinder etwas wünschen, tut man gut daran, auf sie zu hören. Meistens jedenfalls. Claudia Koreck hat das Richtige getan, indem sie auf das positive Feedback auf ihre erste Kinderplatte (2016) gehört hat und den Wünschen der Mädchen und Buben sowie der Eltern nachgekommen ist: Wenn nun die zweite Kinderplatte — nach gleichem Konzept mit Geschichten und Liedern — erscheint, gehen die Abenteuer der von der Musikerin selbst erfundenen tierischen Helden weiter. Mit der Besonderheit, dass Stinktier Rudi, Biene Martina, Nacktschnecke Glitschi & Co. “Weihnachten im Wald” feiern, wie Claudia Korecks jüngstes Werk im Untertitel heißt. Dass man also die liebenswerten Charaktere auf dem Weg vom ersten Schnee über Plätzchenbacken und so einige Pannen bis zum Heiligabend begleitet. 
"Besonders auf Tour war es schön zu sehen, wie viel die Platte den Kindern bedeutet", sagt die preisgekrönte Songwriterin aus Traunstein (“Fliang”) über ihr erstes Familienalbum, mit dem sie vor zwei Jahren einmal mehr neue künstlerische Wege beschritt. Erstmals hat sie sich sowohl als Sängerin als auch als Geschichtenerzählerin auf CD verewigt. “Es war mir schnell klar, dass es einen Nachfolger geben wird. Wir hatten einfach zu viel Spaß.” Dafür hatten freilich auch Timmi (8) und Lani (4) gesorgt, Claudia Korecks Kinder, die schon auf der ersten Platte miteingebunden waren und nun weitermachen wollten. “Doch, doch, die beiden haben schon Druck gemacht”, sagt Koreck und lacht.
Es war im Winter 2017/2018, als aus den Wünschen konkrete Pläne wurden. Mit ersten Geschichten im Kopf (“Kinder wollen immer Geschichten hören”), zog sich die Singer-Songwriterin ein paar Tage lang in eine Hütte in der Nähe von Stockholm zurück. Abgeschieden von der Außenwelt, inmitten eines Naturschutzgebietes, schrieb sie sowohl die acht Kurzgeschichten als auch die sechs Lieder für das Konzeptalbum. Dass hier in Schweden, begleitet nur von Gitarre und Mandoline, außerdem die Songs für die parallel zur Kinderplatte erscheinende Weihnachtsplatte (zahlreiche Live-Termine im Dezember) entstanden sind, zeigt die anhaltende hohe Kreativität der 32-Jährigen. “Der Drang zum Schreiben war wirklich groß”, erinnert sie sich.
Die Geschichten, die Koreck mit der Unterstützung ihres Mannes und Produzenten Gunnar Graewert sowie ihrer Kinder selbst eingesprochen hat (auf Hochdeutsch), heißen “Der erste Schnee”, “Schlittenfahren”, “Der Weihnachtswunsch”, “Die Sauberei”, “Plätzchenbacken”, “Horst von Forst”, “Heulalarm” und “Der Weihnachtsabend”. Die kleinen Hörspielepisoden sind dezent und raffiniert mit unterstützender Illustrationsmusik unterlegt, die Graewert komponiert und arrangiert hat. Alle Figuren vom ersten Album sind wieder dabei: Stinktier Rudi, Kakerlake Karla, die dicke Biene Martina, Charlotte, das langbeinige Huhn, Nacktschnecke Glitschi, Spinne Ursula und die japanische Fliege Sumsumsum. “Live auf der Bühne haben wir gemerkt, wie sehr die Kinder die Figuren ins Herz geschlossen haben”, erzählt Claudia Koreck. “Während die Tiere auf der ersten Platte ihre eigenen Geschichten hatten, erleben wir sie nun zusammen.” Neu dabei ist Horst von Forst, ein Weihnachtsbaum, der sich für den schönsten hält und die tierischen Freunde mit all ihren Macken recht arrogant behandelt. “Ich will zeigen, dass man glänzen kann, wenn man von innen heraus strahlt. Es muss nicht alles perfekt sein, weder der eigene Körper, noch das Weihnachtsfest.”
Flankiert werden die Geschichten von sechs neuen Songs. Geschichten und Musik wechseln sich also wieder ab. Geschrieben und komponiert von Claudia Koreck, arrangiert von Claudia und Gunnar Graewert, kommen die Lieder mal treibend-fröhlich daher (“Schlittenfahren”), mal zauberhaft-harmonisch (“Sauberei”), mal beschwingt (“Horst von Forst”), mal friedlich und besinnlich (“Weihnachten spürt man im Herzen”). Auf die schönste Weise berührend sind die Duette der kleinen Lani mit ihrer Mutter in “Warten” und von Timmi mit seiner Mutter in “Im Leben geht oft mal was daneben”. Wem da nicht vor Rührung warm ums Herz wird, der hat keines. Im Unterschied zur ersten Kinderplatte sind alle Songs am Ende des Albums noch einmal zu hören, als Wiederholung gebündelt, zum Am-Stück-hören. “Einige haben sich das gewünscht, also haben wir es gemacht.”
"Weihnachten im Wald" ist eine astreine Familienangelegenheit. Produziert wurde die Kinderplatte im Sommer 2018 von Gunnar Graewert, aufgenommen und gemischt wurde in den eigenen Honu Lani Studios in Traunstein. Hier haben sich Vater, Mutter, Kinder versammelt, um die tierischen Abenteuer lebendig werden zu lassen. Die Illustrationen und Zeichnungen, die das bunte Booklet schmücken, hat wie schon bei der ersten CD Natalya Berezina übernommen.
Parallel zur zweiten Kinderplatte erscheint Claudia Korecks “Weihnachtsplatte”, zu der es Konzerte an besonderen Orten mit besonderer Besetzung geben wird. Zuletzt ist von ihr das Studioalbum “Holodeck” (2017) erschienen. Koreck, Jahrgang 1986, gelang gleich mit ihrem Debüt “Fliang” im Jahr 2007 der Druchbruch als Musikerin
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