Lorde | News | Intensiv und facettenreich: Lordes Album "Melodrama"

Lorde 2017
16.06.2017

Intensiv und facettenreich: Lordes Album “Melodrama”

Für ihre Musik hat sie einen Wunsch: Lorde möchte, dass ihre Songs eindeutig auf sie zurück zu führen sind. Im Interview mit der ZEIT zum neuen Album “Melodrama” betont die Songwriterin und Sängerin, sie würde die Idee zwar spannend finden, mit vielen Leuten an einer Songidee zu arbeiten. Am Ende erwarte sie aber, dass ihre Songs “nach mir klingen und meine Texte meinen Tonfall haben.”

“Melodrama”: musikalische Vielfalt mit beeindruckender Konstanz

Schon aufgrund ihrer beeindruckend individuellen Stimme und ihrer ganz besonderen Art, diese akzentuiert einzusetzen, werden Lorde-Stücke immer eine Konstante haben. Doch musikalisch hat sich seit ihrem Über-Debüt “Pure Heroine” einiges getan. So klingt der Beat von “Sober” leicht wie ein luftiges Sorbet. Blendet man ihre unglaubliche Stimme aus, könnte die erste Single “Green Light” der phantastische Indie-Pop-Song sein, den Coldplay seit Jahren schreiben sollten. “Homemade Dynamite” hat etwas von modernem, poppigem R’n’B. “Writer In The Dark” instrumentierte die Neuseeländerin so zurückgenommen, dass man phasenweise meint, nur Lordes Stimme zu hören. Auf anderen Songs hört man Sprechgesang, Hall, A Capella. Lorde experimentiert mit verschiedenen Stilmitteln ohne je einen Song zu überladen. Es bleibt immer klar, in geordneten Formen, ohne langweilig zu werden.

Die guten und schlechten Seiten des Alleinseins

Inhaltlich handeln zwar einige Songs von Lordes Gefühlen, die das Ende ihrer ersten großen Liebe mit sich brachten. Doch “Melodrama” sie keineswegs ein Album über Trennungen: “Es handelt sich nicht um ein Trennungsalbum. Es ist eine Platte, die sich um das Thema Alleinsein dreht, mit seinen guten und schlechten Seiten.” 

Lordes Vertonung intensiver Erlebnisse

Ihre erste Single “Green Light” wurde dann doch ein Abschiedssong: “But I hear sounds in my mind / Brand new sounds in my mind / But honey I’ll be seeing you wherever I go”. Das erste Mal, das einem das Herz gebrochen werde, sei doch ein sehr intensives Erlebnis – aus dem sie als eine neue Person hervorgegangen sei. Darüber habe sie schreiben müssen, erklärt Lorde. Eine Trennung habe ja nicht nur schlimme Seiten, es sei ein fantastischer Prozess.

Alle Erwartungen an die Musik erfüllt

All diese Erlebnisse und Empfindungen verarbeitet Lorde zu einem intensiven Album. Mal zurückgenommen, mal druckvoll, artikuliert Lorde ihre Gefühle auf “Melodrama”. Der Anspruch an ihr zweites Werk war hoch: Eine junge Künstlerin soll sich weiter entwickeln und doch ihre Besonderheiten nicht verlieren. Das zweite Lorde-Album steht nicht hinter diesen Erwartungen zurück: ein rundes und doch abwechslungsreiches Stück Musik.

Lorde Album “Melodrama”

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