Meine große Freundin Nadja | Biografie

Meine große Freundin Nadja

Mit “Meine große Freundin Nadja” taucht eine frische, freundliche und fröhliche Heldin am Kinderpophimmel auf. Sie mutet an wie eine Mischung aus Pippi Langstrumpf und großer Schwester. Es gibt sie in der realen Welt, ganz echt, zum Anfassen. Nadja, die einen mit ihrer wunderschönen Stimme berührt, die sie, wie auch ihr Können als Singer-Songwriterin, ganz in den Dienst ihres jungen Publikums stellt. Sie wird aber auch in ihren vielen Videoclips als Comicfigur lebendig, wie auch im Kopfkino ihrer Hörspielabenteuer. Hier zieht sie einen mittenhinein in eine spannende, bunte Abenteuerwelt, die neben ihr als großer Freundin, vom Vogel Fridolin, dem Hund Ernesto und den Geschwistern Rosa und Ferdi bevölkert wird. Gemeinsam schippern sie auf Nadjas Hausboot Lola um die Welt. Aber wie und wo auch immer, ob in Hörspielgeschichten oder in den Liedern ihres Debüt-Albums, mit ihren Texten will sie ihren Zuhörern den Rücken stärken. So wie du bist, bist du goldrichtig, wertvoll und besonders, versichert Nadja jedem Kind. Mit ihren Songs verbreitet sie neben Bewegungsfreude und musikalischem gute Laune-Pop ein mentales Zutrauen an die eigenen Fähigkeiten.
Es gibt Alben, die schlagen gleich beim ersten Hören ein wie eine Bombe. Völlig gewaltfrei ziehen sie einen durch eine beschwingte, positive Energie in Bann, wie es bei der vorliegenden CD TANZ DURCH DEN TAG von “Meine große Freundin Nadja” der Fall ist. Es ist ein kleiner, fröhlicher Funke, der fast unmittelbar auf denjenigen überspringt, dem Nadjas Lieder zu Ohren kommen und dort noch lange nach dem ersten Hören wie Sonnenflecken funkelnd durch die Sinne tanzt. Und so erwischt man Kleine wie Große, wie sie beispielsweise im Reggae-Rhythmus wippend “Sommerkinder” intonieren oder “Ich bin ich” und “Alle unsere Träume” schmettern, um nur drei der vielen mitreißenden Titel ihres ersten Albums zu nennen.
Wo hat sie nur so lange gesteckt? Dabei wollte Nadja Paul bereits mit fünf Jahren Sängerin werden. Die Initialzündung kam durch Whitney Houston, die sie 1988 zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Seoul “One Moment In Time” im Fernsehen singen sah. Das brachte das Kind völlig aus der Fassung. Eine fundamentale Gänsehaut überlief die hilflose Kleine, die sich in Tränen auflöste. Als sich der Sturm ihrer Gefühle gelegt hatte, fasste sie einen folgeschweren Entschluss: “Das will ich auch!”
Also begann Nadja mit Klavierunterricht, mit 14 kam eine klassische Gesangsausbildung hinzu. Sie schaffte die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule und ihr Kindertraum war schon zum Greifen näher gerückt, als ein schwerer Schicksalsschlag das Studium und die Karriere als Sängerin auf Eis legten.
Nach sechs Monaten Auszeit in Italien kam sie mit einer neuen Sprache im Gepäck (sie spricht fließend Englisch und Italienisch) und neuen Plänen zurück. Medien, Politik und Kommunikation standen nun im Mittelpunkt ihres Interesses. Sie ging wegen des hohen Praxisbezugs nach Mainz an die Johannes Gutenberg Universität und studierte Publizistik, Politikwissenschaft und öffentliches Recht. Schon während des Studiums fing sie an, für’s ZDF und den SWR zu arbeiten. Nach dem Abschluss, den sie mit Auszeichnung hinlegte, wurde sie für Bundes- und Landtagsabgeordnete tätig, war für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und politische Inhalte zuständig und ist seitdem wahlkampferprobt.
“Ich bin extrem idealistisch in den Job gestartet, und das ist genau der Grund, warum ich das tue, was ich jetzt mache”, erzählt Nadja Paul. “Nach einigen Jahren im politischen Betrieb war die Art der Kommunikation, teilweise der Umgang miteinander, die Wahlkampfmaschinerie…einfach nicht mehr mein Ding. Ich wollte auch nicht mehr Reden für andere schreiben, sondern meine eigenen Akzente setzen und etwas Positives schaffen. ”
Der Idealismus ist Nadja Paul also geblieben, nur setzt sie ihn unterstützt durch ihre kreativen und musischen Begabungen ein. Diese bejahende Kraft und die positiven Botschaften ziehen sich wie ein roter Faden durch das ganze Album. “Das ist der Anspruch, mit dem ich die Kinderlieder schreibe! Ich glaube das Beste, was wir machen können, ist, den kleinen Großen von morgen ein gutes Gefühl mit sich selber und in ihrer Welt zu geben – ohne Angst und voller Neugierde,” erläutert Nadja ihren Berufswechsel.
Es ist erstaunlich, welch starken Zugang “Meine große Freundin Nadja” zu ihrer Zielgruppe hat. Die Behutsamkeit, die die Anfang Dreißigjährige, die auch selbst einmal Kinder haben möchte, in ihre Stimme legt, die Zärtlichkeit, mit der sie singt, scheint einem in einigen Liedern tröstend den Arm um die Schultern zu legen und vermittelt: Ich versteh dich und bin für dich da! “ Ich bin in einem extrem liebevollen Umfeld aufgewachsen, dafür bin ich sehr dankbar. Ich gebe durch die Musik etwas weiter, was ich bekommen habe. Ich weiß, dass es nicht immer super läuft im Leben, aber wer etwas Starkes im Rücken hat, den hauen auch schlimme Sachen nicht so aus der Kurve.”
Aus dieser Motivation heraus sind Lieder wie “Ich bin ich” und “Das wäre ja gelacht” entstanden. Das erstere lässt durch tolle Bläsersätze die Individualität eines jeden “Ichs” erahnen und beim zweiten kann man mit der Frustabbaupassage Dampf ablassen, es räumt ein, dass es nicht immer einfach ist, alle Aufgaben mit einem Lachen zu bewältigen. “Wenn du ganz tief drin cool mit dir selber bist,” glaubt Nadja, “kannst du auch schwierigere Aufgaben und Situationen besser lösen! Man schmeißt dann nicht so schnell die Flinte ins Korn.”
Auch hier will “Meine große Freundin Nadja” etwas zurückgeben, was sie durch ihre, viereinhalb Jahre ältere Schwester am eigenen Leib erfahren hat, die cool war, ihr Mut machte, sie tröstete und bestärkte. Darüber hinaus will sie aber auch mit ihrer Musik den Spaß und die gute Laune transportieren, die sie mit der coolen, älteren Schwester erlebte und das gelingt ihr mit ihrem modernen, frischen Pop-Sound und den fröhlich, verspielten, teilweise anspruchsvollen Texten mit einer bewundernswerten Leichtigkeit. Ihre Musik muss sich nicht hinter denen der aktuellen Chart-Acts verstecken. “Meine große Freundin Nadja” steht bei Uli Kuppel unter Vertrag, für dessen Verlag sie auch als Komponistin und Texterin im Einsatz ist. Beide kommen sie vom Bodensee, wo Uli Kuppel einst in einem Irish Pub in Radolfzell Rea Garvey entdeckte. Kurze Zeit später wurde die Rockband „Reamonn“ gegründet, die Kuppel unter Vertrag nahm. „Supergirl“ war ihr erster großer Hit, der Rest ist Geschichte. Ebenfalls vom Bodensee und auch unter Kuppels Fittichen ist die supererfolgreiche Elektropop- und Singer-Songwriter-Band “Glasperlenspiel”. Da bleibt es nicht aus, dass Glasperlenspiel, die regelmäßig bei den „Giraffenaffen“ ihre Affinität zu Kinderliedern unter Beweis stellen, auch mit ihrer Freundin Nadja gemeinsame Sache machen werden.
Doch vorerst stehen allein Nadjas Songs im Focus, die fast durchgehend eine ansteckende, fröhliche Leichtigkeit mitbringen und einen tollen Drive haben, wie das Jubellied aufs “Wochenende”, oder das Leben im Allgemeinen preisen wie “Tanz durch den Tag” und “Spaßmachtricks”. Aber auch der Intro-Song “Meine große Freundin Nadja” geht gut ab, dem coolen Disco-Song “Detektive” hört man Nadjas anhaltende Liebe zum Kinderkrimi an, auch heute noch zieht sie sich gerne mal zur Entspannung die “5 Freunde” rein. Ganz Kind geblieben ist sie auch in “Kiddi-Rock”, “Achterbahn” und “Bist du fröhlich” – da geht der Spaß, den sie beim Einsingen hatte, direkt in die Beine und auf einen über. Mit “Alle unsere Träume” hat sie eine Hymne für alle Kinder geschaffen und fordert sie auf, “Träume zuzulassen, seid albern und utopisch, denkt euch mal etwas Abgefahrenes aus und traut euch ruhig, crazy zu sein”.
Natürlich kann “Meine Freundin Nadja” auch leisere Töne anschlagen. Die Idee zu der beschwingten Ballade “Drachenflieger” kam ihr nach einem Spaziergang auf dem Hausberg am Bodensee mit ihrem Vater. Es vermittelt das familiäre Zusammengehörigkeitsgefühl, die Geborgenheit, erzählt aber auch vom Loslassen und Fliegenlernen. Eine weitere Ballade “Alle Kinder” ist erst fürs nächste Album geplant. Mit diesem gefühlvollen Song würde sich der Kreis zu Nadjas oben erwähntem Vorbild Whitney Houston schließen, denn das Gänsehautlied erzielt einen ganz ähnlichen Effekt, wie die große Soul-Pop-Diva einst bei der kleinen Nadja.
Aber freuen wir uns doch erst mal, dass es “Meine große Freundin Nadja” überhaupt gibt und feiern sie und ihre gelungene Premiere! Und das geht am besten mit ihrem frischen, kreativen Popsound-Album. Da ist alles drin, vom Rock’n’Roll, über Dancehall, Disco, Elektro und Pop-Ballade. Die positiven Botschaften gibt’s on Top oder um es mit Nadjas Worten vom Titelsong “Tanz durch den Tag” auszudrücken: “Ich tanz mit euch durch dick und dünn, weil ich eure Freundin bin.”
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