Azad | Biografie

Azad

Er kommt aus der Frankfurter Nordweststadt, hat seinen Block deutschlandweit bekannt gemacht. Seine eigentliche Heimat Kurdistan ist ein noch größerer Brennpunkt. Azad Azadpour gehört zu den Pionieren des deutschsprachigen Gangsta- / Battle-Raps , den er von der Straße in die Charts brachte. Seit den 1990ern im Hip-Hop-Game, veröffentlichte er 2001 – Jahre vor den Debütalben von Sido und Bushido – mit “Leben” einen Deutsch-Rap-Klassiker.
"Ohne nur einmal das kontroverse Attribut “real” in den Mund zu nehmen, schmettert Azad seine knallharten Reime wie Köpfe auf den Asphalt", kommentierte Laut.de 2005 sein viertes Album “Game Over”. “Dabei ist seine Stimme so überzeugend, sind seine Erzählstränge so stringent, dass man nach wahr oder echt nicht mehr fragen braucht.”
Mit dem Sänger Adel Tawil (Ich & Ich) erreichte Azad 2007 mit der Single “Prison Break Anthem (Ich glaub an dich)” als erster männlicher Rapper die Spitze der deutschen Charts. Zehn Wochen lang blieb der Titelsong zur RTL-Serie „Prison Break“ in den Top Ten.
Acht Solo-Alben hat er gemacht, vier von ihnen stürmten die oberen Ränge der Hitparade, dazwischen gab es ein Kollabo-Album (“One”, 2005) mit dem Berliner Kool Savas und Remixe für Glashaus und Rammstein. 2016 knüpfte Azad mit “Leben 2” an sein epochales Debüt an, das Album erreichte Platz 1.
"Azad klingt immer noch nach dem Regenwasser, das nachts in den Gulli läuft und sich mit Dreck und Kippenstummeln mischt, bevor es in den Untergrund fällt", schreibt das Magazin Teleschau.de. “Nach über 20 Jahren Übung weiß der im Iran geborene Kurde genau, was für ihn funktioniert und was nicht. Auch im Jahr 2016 führt auf der Suche nach authentischem Straßen-Rap kein Weg an Azad Azadpour vorbei.”