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Beck 2017
12.10.2017

“Colors”: Beck fordert mit seinem neuen Album zum Tanz auf

Gut ein Jahr ist es her, dass Beck mit “Wow” seinen Hörern eine Dancefloor-Wunderwaffe vor die Füße warf. Ein Über-Song, der immer noch nichts von seinem tanzbaren, ausgelassenen Wahnsinn verloren hat. “Colors” ist entgegen der vorherrschenden pessimistisch-depressiven Grundstimmung ein bouncendes, lebensbejahendes Album geworden. Kaum vorstellbar, dass man die Single “Up All Night” hört und seinen Kopf beim Ausklingen des letzten Geigen-Tons nicht aus seiner schwarzen Wolke befreit hat. 

Direkt und eindringlich: die neuen Songs auf “Colors”

Die Beatle-esque Nummer “Dear Life” erinnert an Becks Arbeiten aus den Neunzigern. Musikalisch, in seinen Stimmungen und Tonalitäten wandelt und windet sich der Song zu einem großartigen, vollmundigen Gesamtkunstwerk. “Dreams” – bereits vor über zwei Jahren veröffentlicht – beginnt mit einer Gitarre, die auch Blur gut zu Gesicht stehen würde. Repetitiv und frisch entsteht eine einnehmende Direktheit – intensiviert durch Breaks, akustische Gitarren und Gesang, der sich ganz nah anfühlt.

Das neue Beck-Album – ein Werk musikalischer Genies

Streicher und Elektronik bilden die Grundpfeiler des Albums, das mit vielen Unterbrechungen über einen unglaublich langen Zeitraum erschaffen wurde. Nur echte Genies wie Beck und sein Produzent Greg Kurstin schaffen es, trotzdem ein rundes Gesamtkunstwerk daraus zu komponieren. “Colors” entstand “bevor überhaupt jemand auf die Idee kam, Trump würde sich als Präsident aufstellen lassen”, erklärt Beck. Vielleicht hätte es sonst eine ganz andere Tonalität? Diese Frage lässt sich nicht beantworten. 

Die Arbeit an “Colors” begann lange vor “Morning Phase”

Beck und Kurstin begannen die Arbeit an “Colors”, doch Kurstin war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr nur Becks musikalischer Mitstreiter, sondern einer der heißesten Pop-Produzenten. Und so kam es, dass seine Arbeiten mit Adele, Sia oder Paul McCartney den Fortschritt von “Colors” verzögerten. In dieser Zeit stellte Beck selber den Überraschungs-Erfolg “Morning Phase” fertig. Ein Album, das mit seinem träumerischen Indie-Folk vom neuen Werk Lichtjahre entfernt scheint.

Musik, die dir entgegenruft: “Stay Up All Night”

Im Wahljahr dann empfand Beck die Veröffentlichung eines so gut gelaunten Werks wie “Colors” als nicht zumutbar. So halten wir den funkelnden, energiegeladenen Neuling erst im Oktober 2017 in den Händen. “I just wanna stay up all night with you” – gerne!

Beck Album “Colors”

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