Bert Kaempfert And His Orchestra | Biografie

Bert Kaempfert And His Orchestra

Bert Kaempfert Biografie

Bert Kaempfert, der heute gern als Vater des Easy Listening bezeichnet wird, prägte einen Orchester-Sound, der nach wie vor international erfolgreich und stilbildend ist. Dominante Bassfiguren, ein swingender Rhythmus, Bläser und eine samtene Mischung aus Chor und Streichern, ist das Geheimnis seiner Orchestermusik.
Schon in den frühen 1950er Jahren war Bert Kaempfert für das Polydor-Label tätig. Als Arrangeur und Produzent betreute er viele der damaligen Stars. Dazu gehörten Publikumslieblinge wie Mona Baptiste, Margot Eskins, Liselotte Malkowski, Ivo Robic, Brenda Lee und Freddy Quinn, der mit seiner Gitarre und das Meer schnell zum Millionenseller wurde und sich über 35 Wochen in den deutschen Hitparaden hielt.
Als ausübender Künstler hatte Bert Kämpfert (damals noch mit „ä“) einige Veröffentlichungen unter dem Pseudonym Bob Parker, Mr. Soft Piano, Tanz-Ensemble-Bert Kämpfert, Bert Kämpfert und seine Solisten und Bert Kämpfert und sein Orchester. Er konnte erste Achtungserfolge verbuchen, wie zum Beispiel: Mitternachts-Blues, Catalania, Morgen und schließlich Wunderland bei Nacht!
Der große Durchbruch gelang 1960, Wunderland bei Nacht eroberte in den USA als Wonderland By Night die Charts und von dort begann sein Siegeszug um die Welt. So wurde aus Bert Kämpfert Bert Kaempfert (mit „ae“) And His Orchestra.
In dieser Zeit entdeckte Bert Kaempfert auch vier junge Musiker aus Liverpool: John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Pete Best. Unter dem Namen “Beat Brothers” waren sie die Begleitband für den Sänger Tony Sheridan. Bert Kaempfert produzierte mit ihnen die ersten Aufnahmen, die dann 1964 bei der Polydor als Album „The Beatles First“ veröffentlicht wurden. 
Bert Kaempfert produzierte mit seinem Orchester nun zwei LPs im Jahr. Bewährte Standards und glänzende Eigenkompositionen wurden von ihm meisterhaft arrangiert. So kam manch vergessener Standard mit diesem typischen Bert-Kaempfert-Sound wieder in die internationalen Charts (Bye Bye Blues, Red Roses For A Blue Lady, Three O’Clock In The Morning u.v.m.). Viele seiner Eigenkompositionen wurden zu Hits und sind inzwischen Evergreens (Afrikaan Beat, A Swingin‘ Safari, , Danke Schoen, L.O.V.E., Moon Over Naples (Spanish Eyes), My Way Of Life, Strangers In The Night, u.v.m.).
Amerikanische Bigband-Leader übernahmen diese Songs in ihr Repertoire, wie zum Beispiel: Count Basie, Ray Conniff, Duke Ellington, Stan Kenton, Nelson Riddle, Billy Vaughn.
Die Textversionen wurden von unzähligen Weltstars interpretiert: Shirley Bassey, Nat ‚King‘ Cole, Sammy Davis jr., Ella Fitzgerald, Al Martino, Dean Martin, Frank Sinatra u.v.m..
In den 1970er Jahren wurde Bert Kaempfert & His Orchestra sichtbar. Diverse TV-Shows und Tourneen durch Deutschland, Schweiz, Luxemburg und England wurden neben seinen Studioproduktionen höchst erfolgreich absolviert.
Für seine musikalischen Erfolge wurden ihm im Laufe seiner Schaffenszeit viele Auszeichnungen verliehen. Auch nach seinem plötzlichen Tod im Jahre 1980 folgten diverse posthume Ehrungen. Seine Aufnahme in die „Songwriters’ Hall Of Fame“ in New York im Jahr 1993 ist wohl die bedeutendste internationale Würdigung.
Ohne Zweifel schrieb Bert Kaempfert Musikgeschichte. Seine LP-Produktionen sind nach wie vor unter dem Polydor-Label bei Universal Music erhältlich.
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