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Zum Tod von Jon Lord

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18.07.2012
Der Komponist des bekanntesten Hard-Rock-Riffs aller Zeiten ist tot. Am Montag, 16. Juli 2012, ist Jon Lord, der Gründer von Deep Purple und Autor von „Smoke On The Water“, in London mit 71 an Krebs gestorben. Womöglich hätte es ohne ihn den Begriff „Classic Rock“ nie gegeben.
Der Keyboarder und Hardrock-Architekt begann seine Karriere in den 1960ern in Bands wie den Artwoods und den Flowerpot Men. Als Studiomusiker ist Lord auf “You Really Got Me“ von den Kinks zu hören.

Zwischen 1968 und `76 avancierten Deep Purple dann zu einer der größten britischen Rockbands – parallel mit Led Zeppelin, Black Sabbath und den Rolling Stones. In einem Interview von 1973 sah Jon Lord Deep Purple sogar auf Augenhöhe mit Beethoven. Das Statement war nicht einfach nur rebellisch. Als ausgebildeter Komponist brachte Lord dramatische Klassik-Elemente in den Rock von Deep Purple. Höhepunkt davon war 1969, als Deep Purple in der Royal Albert Hall ihr "Concerto for Group and Orchestra“ aufnahmen. Im oft wechselnden Line-Up blieb Jon Lord (gemeinsam mit Drummer Ian Paice) eine feste Konstante der Band.

Nach Deep Purples Auflösung war Lord im Trio Paice, Ashton & Lord aktiv, bevor er sich Whitesnake anschloss – der Band von Deep Purples letztem Leadsänger David Coverdale. 1984 gab es eine Reunion von Deep Purple, vor Solo-Arbeiten wie dem Soundtrack zur TV-Serie „The Country Diary of an Edwardian Lady“. Ebenso Kollaborationen mit George Harrison, David Gilmour oder der ABBA-Sängerin Anni-Frid Lyngstad. In den letzten Jahren bekam Lord die Ehrendoktorwürde verschiedener britischer Musikhochschulen.

In seinen Songs lebt Jon Lord weiter. Allen voran “Smoke On The Water“, das heute in Dutzenden Cover-Versionen vorliegt, auch als Polka- (“Weird Al“ Yankowic), Jazz- (Rolf Harris), R&B- (Pat Boone) oder Latin-Version (Senor Coconut) und in diversen Techo-Mixen.

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