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Anatol Ugorski war zu Gast bei Ludwig Beck in München

Anatol Ugorski
© Ludwig Schirmer / DG
17.07.2018
Anlässlich des 75. Geburtstags des Pianisten veröffentlichte DG im Juni eine umfassende Edition mit den Aufnahmen Anatol Ugorskis für das Label. Darin spiegelt sich das breite Spektrum des Pianisten wieder, der lange außerhalb der Sowjetunion kaum bekannt gewesen war. Erst Anfang der 1990er eroberte er das Publikum in Westeuropa und den USA.
Am 11. Juli war Anatol Ugorski in der Musikabteilung bei Ludwig Beck in München im Gespräch mit Bernhard Neuhoff und am Klavier zu hören. Nach wie vor überrascht Ugorski mit seinem unkonventionellen Klavierspiel — mit Werken von Scarlatti und Skrjabin, wobei er mit letzterem seine Vorliebe für Komponisten des 20. Jahrhunderts unterstrich, spielte Ugorski die Musik in üblicher Manier von innen heraus und ohne jegliche Effekthascherei. Dabei zeigte sich der Pianist in allem was er tat authentisch und von seiner persönlichen Seite: mit Witz und geschicktem Klavierspiel. Im Gespräch mit Neuhoff wurde über vielerlei geredet: seine Lebensstationen, Beethovens Op.101 und Interpretationen: “Beim Üben passiert es sehr leicht, dass man etwas Schlimmes ver-übt! Daher habe ich niemals geübt. Nur gespielt. Spielen ist ein wunderbares Wort”.
So gestaltete Anatol Ugorski das letzte Event bei Ludwig Beck vor der Sommerpause, das dank seiner eingeschworenen Fangemeinschaft gut besucht war.

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