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Klassik zu Ostern
01.04.2015

Traditionell, festlich und bunt – so klingt “Klassik zu Ostern”

Ohne die Matthäus- und die Johannes-Passion und die festlichen Kantaten von Johann Sebastian Bach kann man sich die Ostertage kaum ausmalen. Die besten internationalen Künstler haben Bachs Werke im Laufe der letzten Jahrzehnte für die Deutsche Grammophon eingespielt: Sir John Eliot Gardiner widmet sich in seiner Interpretation der Johannes-Passion gemeinsam mit dem Monteverdi Choir and Orchestra einer absolut formvollendeten historischen Aufführungspraxis, die sich intensiv mit den barocken Klangidealen auseinandersetzt. Riccardo Chailly sucht und findet in Bachs Vokalwerken hingegen die individuelle Balance zwischen historischer und zeitgenössischer Interpretation und die Mezzosopranistin Magdalena Kozena beweist mit ihrem “Erbarme dich” in der intimen Einspielung der Matthäus-Passion unter der Leitung von Paul McCreesh, dass sie fest in die Riege der ausgezeichneten Barock-Interpretinnen gehört.

Geistlicher Glanz und weltliche Wärme

Im musikalischen Osternest der Deutschen Grammphon findet man eine große Auswahl weiterer hochkarätiger Werke. Zum Beispiel Giovanni Battista PergolesisStabat Mater” mit seinen zerbrechlichen Melodien oder sein unvergleichlich schönes “Dixit Dominus” mit Claudio Abbado und seinem Orchestra Mozart. Außerdem lockt der prächtige “Elias” von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit Renée Fleming und Bryn Terfel, Gustav MahlersAuferstehungssinfonie” erweitert den Horizont und Mozarts c-moll Messe berührt und verzückt unter der Leitung von Paul McCreesh.
Doch die Musik zu Ostern stellt nicht nur den Bezug zur christlichen Tradition her, sie setzt sich auch mit weltlichen Empfindungen auseinander, denn sie vermittelt die Sehnsucht nach dem nahenden Frühling und das Wiedererwachen der Natur. Energiegeladen, stürmisch und farbenfroh – so präsentieren sich viele Werke, denn egal ob im Jahre 1724 oder 2015 – diese Gefühle kennt jeder.
Die Edition “111 Klassik zu Ostern” ist in dieser Hinsicht eine wahre Schatzkiste: Ob mit Robert Schumanns Scherzo aus der “Frühlingssymphonie” gespielt von den Berliner Philharmonikern unter James Levine, mit Vivaldis Allegro aus dem “Frühling” der “Vier Jahreszeiten” eingespielt von Trevor Pinnock und The English Concert oder mit dem “Frühlingslied” von Felix Mendelssohn-Bartholdy aus den “Liedern ohne Worte” mit Daniel Barenboim am Klavier. All diese Stücke lassen das Herz höher schlagen und wecken im Nu Frühlingsgefühle.

Besinnliche Klänge

Wer nach trubeligen Famlienfeiern zur Ruhe kommen möchte oder die Feiertage generell zur inneren Einkehr nutzen will, der kann seiner Seele mit melodischer Klaviermusik verschiedener Komponisten und mit meditativen Klängen aus Taizé etwas Gutes tun. “Colours of Piano” ist eine Sammlung großartiger Klavierwerke, die zum Träumen einlädt. Mit Kompositionen von Johannes Brahms, Max Richter oder Ludovico Einaudi spannt das Doppel-Album einen Bogen von gefühlvoller Romantik bis hin zu phantasievollen Crossover-Kompositionen und populärer Filmmusik.
Ein musikalischer Spaziergang durchs französische Burgund zur Gemeinschaft der Brüder von Taizé wirkt wiederum wie eine innere Erholungskur. Auf dem Album “Music of Unity and Peace” verbinden sich puristische Mönchsgesänge und facettenreiche vokale Klänge mit filigraner Instrumentalbegleitung zu einer ganz eigenen musikalischen Sprache, die den tiefen Wunsch nach Frieden ausdrückt.
Und wer es unterwegs virtuell mag: Auf Spotify findet man mit ein paar Klicks “Classical Easter Music” – auch dort sind viele musikalische Highlights für die Ostertage versammelt.