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Wiener Melange — Das Ensemble Plattform K+K Vienna schwelgt in feinster Kammermusik

Plattform K+K Vienna
© DG
15.12.2017
Das Ensemble “Plattform K+K Vienna” ist ein hochkarätiges österreichisches Kammermusik-Ensemble, dessen Aufnahmen vor Spielfreude nur so strotzen. Unter der musikalischen Leitung des Primgeigers der Wiener Philharmoniker, Kirill Kobantschenko, ist den Musiker-Freunden ein unwiderstehliches Album geglückt, das die traditionelle Wiener Klassik mal von einer ganz anderen Seite zeigt.

Mit Geige, Bratsche, Cello, Klavier und Akkordeon erwecken die Wiener Künstler Kirill Kobantschenko, Aurora Nozomi Cany, Florian Eggner, Christoph Eggner und Christian Bakanic nicht nur bekannte, sondern auch unbekannte, selten gespielte Musik aus ihrer Heimatstadt zum Leben. Ob mit Wiener Schule, im Dreivierteltakt oder mit dem leidenschaftlichen Feuer eines Tangos — die Aufnahmen versprühen jede Menge Charme und transportieren die intensive Auseinandersetzung mit musikalischen Traditionen und einem erfrischenden künstlerischen Selbstverständnis.

Wien, Wien, nur du allein!

Um die Wende zum 20. Jahrhundert war Wien ein summendes Zentrum der Kreativen aller künstlerischen Genres. Im Zentrum des Wiener Musiklebens bewegte sich auch Alexander Zemlinsky. Mit seinem Werk “Zwei Sätze für Streichquintett” in d-Moll aus den Jahren 1894 und 1896 eröffnen Kirill Kobantschenko und seine Kollegen das Album “Vienna is Calling You” und stellen sich dabei als exzellente Kammermusiker unter Beweis, die in Sachen Intonation und Gestaltung keine Wünsche offen lassen. Farbenfrohe Stücke wie der “Valse Rouge”, “Zwiefocha”, “Dui Dui” und “Pentango” stehen in einem reizvollen Kontrast zur alten Wiener Schule und zeigen das musikalische Wien aus einer ganz anderen Perspektive. Die Musiker sprühen im Spiel der Klangfarben nur so vor Esprit und Energie. Mit “Schön Rosmarin” und “Liebesleid” hat Kirill Kobantschenko zwei der drei Alt-Wiener Tanzweisen von Fritz Kreisler ausgewählt, die einen mit ihrem melancholischen Schönklang und ihrer leichtfüßigen Brillanz sofort in den Bann ziehen. “Tenebrae” von Osvaldo Golijov ist das einzige Stück, das keine unmittelbare Anbindung an Wien hat, sondern mit der Musik des zeitgenössischen argentinischen Komponisten osteuropäischer, jüdischer Abstammung auch eine Brücke in andere Kulturen schlägt und das Album damit in bester Wiener Art zu einem Schmelztiegel verschiedener Einflüsse macht. Kirill Kobantschenkos glühende Interpretationen kreieren eine köstliche Wiener Melange der ganz besonderen Art und dem verlockenden Ruf “Vienna Is Calling You” folgt man gern.
Wenn am 1. Januar 2018 unter der Leitung von Riccardo Muti in schönster Tradition das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Wiener Musikverein stattfindet, das über 50 Millionen Fernsehzuschauer iin mehr als 90 Ländern begeistert verfolgen, kann man Plattform K+K Vienna im Pausenfilm erleben, den das Ensemble musikalisch gestaltet hat.