Eliot Sumner | News | Erfahrt mehr über die Lyrics auf Eliot Sumners neustem Album "Information"

Erfahrt mehr über die Lyrics auf Eliot Sumners neustem Album “Information”

Eliot Sumner Information
26.01.2016
Mit “Information” veröffentlicht Eliot Sumner ihr erstes Solo-Album. Darauf präsentiert sie einen Sound, der genügend Raum für Abschweifungen und Experimente bietet, aber trotzdem vertraut wirkt. Was ihre Einflüsse für “Information” angeht, führt sie unter anderem The Bad Seeds an, ihre Lieblingsband als Teenager, aber auch Cluster‚ Faust und Legenden wie Kraftwerk. “Motorische Sounds und hypnotische Beats spielen auf dem Album eine extrem wichtige Rolle”, berichtet Eliot. Ebenso entscheidend sind natürlich die Lyrics, über die ihr hier mehr erfahren könnt:

I Followed You Home

“I Guess I Never Really Know The Lengths That I Would Go For You”
Es ist schon fast ein wenig gruselig, wie Liebe oder gar die Fantasie von etwas oder jemandem, einen Menschen dazu bringt sich völlig irrational zu benehmen. “I Followed You Back Home” basiert auf der abtrünnigen Liebesgeschichte eines Stalkers. "Ich schrieb den Song mit meinem Freund Charlie Fink", erklärt Eliot. “Wir hatten die Melodie zum Mittag fertig. Anschließend nahm ich ihn mit in mein Stamm-Pub und wir schrieben die Lyrics nach einigen Gläsern Bier.” Dabei herausgekommen ist ein großartiger Song, der im dazugehörigen Video einen Einblick ins Tour-Leben von Eliot Sumner liefert. Der Clip wurde von Regisseur Colin Devin Moore während der US-Tournee der britischen Sängerin gedreht. 

Come Friday

"I Found Comfort Inside Your Soul / And You Don’t Speak Because You Can’t “
Come Friday", ein Track, der auch auf der gleichnamigen EP vertreten war, gibt mit seiner ausgelassenen Stimmung schon eher die Richtung vor, in die Eliot mit dem Album aufbricht: “Als ich mit dem Stück bei Duncan (Mills, Producer – Anm. d. Red.) ankam, sagte er nur: ‘So muss das gesamte Album klingen!’” Es ist ein Track, bei dem die Gitarren ganz klar den Ton angeben, inklusive massivem Refrain, wobei das hohe Tempo und die fliegenden Melodien einen Gegenpol zum eher düsteren Text markieren: “Das ist auch einer meiner Lieblingssongs. Er handelt davon, noch immer in jemanden verliebt zu sein, demjenigen aber nicht einzugestehen, ein neues Leben zu beginnen. Sehr egoistisch also, das Ganze.”

What Good Could Ever Come Of This

“But The More I Think I’ve Had Enough / The More I Think I Can’t Give Up”
What Good Could Ever Come Of This” handelt von der Ungewissheit der Zukunft und der Wankelmutigkeit einer Beziehung: Wir sind Meister darin neue Optionen und Möglichkeiten zu entdecken, die es da draußen gibt. Dennoch haben wir eine gewisse Grund-Angst uns festzulegen und uns zu entscheiden. Wir wollen alles und nichts. Wir wollen Spaß, Abenteuer und viel erleben. Gleichzeitig wollen wir jemanden, der immer für uns da ist. Und irgendwie wollen wir mal mehr das eine und mal mehr das andere. Was am Ende dabei rauskommen soll, liegt in unserer Hand.

Say Anything You Want To Me

“Tell Me Anyway You Choose / Wrap It Up In Sympathy / As Long As It’s Not The Truth”
Lügen sind das Bindemittel der Kommunikation: Die Menschen wollen oftmals nicht die Wahrheit hören, sondern etwas, mit dem sie sich gut fühlen. In “Say Anything You Want To Me” hat Eliot Sumner genau diese Thema aufgegriffen. Ertappt ihr euch nicht selbst manchmal dabei im Alltag zu lügen, damit ihr euer Gegenüber nicht verletzt?! In diesem Track bittet Eliot ausdrücklich darum alles zu sagen, nur nicht die Wahrheit, da sie weiß wie unbequem diese ausfallen würde – der Sound könnte passender Weise einen lauen Frühlingstag begleiten.

Information

“I Need The Information That Your Body Bleeds / I Need To Know You’re Thinking Of Me”
Als erste Single veröffentlichte Eliot im Sommer 2014 den Titelsong “Information”: Ein episches Sechs-Minuten-Stück, das von Synthesizern und Streichern vorangetrieben wird, wobei sogar genügend Zeit für einen selbstbewusst-ausladenden Instrumental-Part bleibt. “Das ist übrigens ein Trennungs-Song”, erklärt Eliot, “es geht darum, die Situation einfach nicht zu kapieren”. Im Video dazu muss sich Eliot in Gestalt eines unnatürlichen Wesens gegen zwei Autos durchsetzen, die sie in der Wüste vor den Toren L.A.s attackieren. “Hat schon was Selbstzerstörerisches: Ich werde von diesem Auto verfolgt – bis einem schließlich aufgeht, dass ich es bin, die den Wagen fährt.”

Let My Love Lie On Your Life

“So What Is This Thing That Takes Control Of Me”
Insgesamt sei die Arbeit am neuen Album alles andere als ein Spaziergang gewesen, berichtet Eliot. Es sei ein langer Weg gewesen, auf dem sie sich nur von ihren Gefühlen habe leiten lassen: “Ich habe es vielleicht so vier Mal versucht, dieses Album zu schreiben – von 2012 bis vor Kurzem. Die Sachen, die ich im Lake District geschrieben habe, die waren so deprimierend, dass sich das kein Mensch angehört hätte. Aber jetzt gibt’s ja auch optimistischere Momente auf dem Album.” Einer dieser Momente ist der Track “Let My Love Lie On Your Life”: “Der handelt davon, dass man etwas abgelenkt ist”, so Eliots etwas kryptischer Kommentar. Dann ergänzt sie: “Aber im positiven Sinne”.

Dead Arms & Dead Legs

“And All My Fears Become Alive”
Nachdem die erste Single aus dem aktuellen Longplayer schon 2014 erschien, veröffentlichten Eliot und ihre Band im Verlauf des Sommers 2015 Monat für Monat noch vier weitere Songs aus “Information”: “Dead Arms And Dead Legs” machte den Anfang, “das ist mein absoluter Lieblingssong vom Album”, wie die 25-Jährige klarstellt. “Der Text schrieb sich wie von selbst, in mir herrschte diese Leere. Ich steckte da gerade in einer Umbruchphase. Der Song handelt davon, so etwas zu durchleben und dabei Entscheidungen wie in einem Roboter-Modus zu fällen.”

Halfway To Hell

“You Could Just Keep On Running Or You Turn Around And Face Yourself”
Der Track “Halfway To Hell” hat einen sehr energetischen Charakter, der mit einem einprägsamen Refrain genau beschreibt worum es geht. Man begeht aus verschiedenen Gründen Fehler und bewegt sich manchmal auf Abwegen. Um die daraus entstandenen Probleme wieder gerade zu rücken muss man der Wahrheit ins Gesicht schauen, anstatt weiterhin davor wegzulaufen. Drückende Gitarren unterstützten die Stimmung des Titels – ein Balanceakt zwischen Hölle und Hoffnung. 

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