Jeremy Zucker | Biografie

jeremy zucker bio

Von seinem Schlafzimmer aus hat US-Newcomer Jeremy Zucker zuletzt die größten Playlists rund um den Globus erobert: Songs wie „all the kids are depressed“ und „comethru“ bescherten dem erst 22-jährigen Sänger, Songwriter und Produzenten aus New Jersey massive Streaming-Hits.
Seine Arrangements haben etwas filmisches, erinnern an Soundtracks, seine organischen Beats sind immer locker, luftig – und in seinen extrem ehrlichen Texten geht es ihm mal um Introspektion und Katharsis, um schwierige Themen (z.B. Depression), dann wieder um Alltägliches, was er jedoch nicht weniger fesselnd auf den Punkt bringt: Das beweist auch die Zahl der kombinierten Streams, die momentan bei über 300 Millionen liegt – Tendenz: rapide steigend.
Aufgewachsen mit Klavier- und Gitarrenunterricht im beschaulichen Örtchen Franklin Lakes in Jersey, wollte Jeremy Zucker zunächst in einer Band spielen – Schuld daran waren vor allem blink−182. Doch diese Bandpläne wurden recht schnell von GarageBand durchkreuzt: Ein erklärter Fan von Bon Iver und Jon Bellion, blackbear und EDEN, machte der an der Schnittstelle von Pop und Electronica operierende Schlafzimmer-Producer, der sich selbst als introvertiert bezeichnet und selbst nichts von Genrekategorien hält, schon im Sommer 2015 viele Leute hellhörig, als er seine erste EP „Beach Island“ ins Netz stellte. Ende des Jahres legte er weitere Tracks nach, die er schließlich als seine zweite EP zusammenfassen sollte: „Breathe“. Allein die Auskopplung „Bout It“ bescherte ihm Streams in Millionenhöhe, wobei neben Spotify auch Soundcloud eine wichtige Rolle für ihn spielte. Mit der dritten EP „Motions“ erreichte Zucker dann sogar noch mehr Leute, so dass schließlich auch die Labels bei ihm anklopften. Seinen Vertrag mit Republic Records unterzeichnete er 2017 und legte nach den drei Indie-Releases mit der EP „idle“ seine erste Major-Veröffentlichung vor, auf der auch „talk is overrated“ vertreten war: Aufgenommen mit blackbear, verzeichnete der Song binnen kürzester Zeit Spotify-Zahlen in zweistelliger Millionenhöhe.
2018 kam dann, noch vor dem College-Abschluss, mit „glisten“ die fünfte EP – auf der er sich u.a. dem Thema Depression widmete: „all the kids are depressed“ ging ebenfalls viral; der packende Clip dazu, für den er via Twitter nach Betroffenen/Mitstreitern suchte (und „hunderte von Messages aus aller Welt erhielt“), verzeichnet inzwischen über 4 Millionen Views. Auch beeindruckend: Trotz der Erfolge und immer größerer Shows (zuletzt auch im Vorprogramm von Lauv) hat der junge Mr. Zucker, der u.a. in Colorado und London studiert hat, inzwischen auch seinen Abschluss in Molekularbiologie (!) in der Tasche…
 
Nachdem seine Singles in den letzten Monaten auch in Deutschland bei Spotify-Viralcharts immer höher geklettert sind (#4!) – die Gesamtzahl der monatlichen Hörer liegt insgesamt bei über 6,4 Millionen – und ein Großteil der Tickets für sein kommendes Köln-Konzert binnen weniger Tage ausverkauft war, darf man gespannt sein, was der Newcomer aus Jersey im nächsten Jahr alles abräumt.
Im Rahmen seiner großen „Anything, Anywhere“-Tour steht neben der Show in der Kölner Kantine am 21. Februar noch ein weiterer Stopp in Berlin auf dem Programm (19.2.; Lido). Inzwischen in New York City beheimatet, tritt er dort bereits im Bowery Ballroom auf – und seine letzte EP „summer,“ wurde von Spotify sogar mit einem riesigen Billboard am Times Square beworben.
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