Metallica | News | Damals verdammt, heute gefeiert: Warum Metallicas mutigste Ära jetzt zurückkehrt

Damals verdammt, heute gefeiert: Warum Metallicas mutigste Ära jetzt zurückkehrt

Metallica 2021 02
23.06.2026
Als Metallica im November 1997 ihr siebtes Studioalbum ReLoad auf die Menschheit losließen, bebte die Metal-Community. Abgeschnittene Haare, Lidstrich, experimentelle Blues-Einflüsse – für die Traditionalisten war es Verrat, für andere ein geniales Meisterwerk des Alternative Rock. Fast drei Jahrzehnte später steht fest: Songs wie Fuel oder The Unforgiven II sind unsterbliche Hymnen. 
Jetzt schließt die Band um Frontmann James Hetfield das nächste große Kapitel ihrer Archiv-Reihe: Am 26.06. erscheint die monumentale Metallica ReLoad Remastered-Edition über Blackened Recordings. Und was die Band hier aus den Tresoren geholt hat, wird selbst eingefleischten Hardcore-Fans den Atem rauben.
 

Der heilige Gral für Fans: „Fixxxer“ und über 240 unveröffentlichte Aufnahmen

Das eigentliche Herzstück dieser Neuauflage ist der schiere, unfassbare Umfang an Bonusmaterial. Insgesamt warten über 240 alternative Mixe, Demos und unveröffentlichte Songs von Metallica darauf, endlich das Licht der Welt zu erblicken. Sie erlauben einen ungeschönten, faszinierenden Blick hinter die Kulissen des kreativen Prozesses in den Neunzigern.
Für Gänsehaut in der Fanbase sorgt dabei vor allem ein Name: „Fixxxer“. Der epische, fast achteinhalb Minuten lange Finaltrack von ReLoad gilt unter Anhängern als der absolute heilige Gral des Albums – ein emotionales Monster von einem Song, den die Band jahrzehntelang fast nie live gespielt hat. Die Neuauflage enthüllt nun erstmals die allerersten, ungeschliffenen Studio-Demos dieses Kulthits.
Ebenfalls enthalten sind die berüchtigten Shadowcast Riffs Demos und ein echter Mythos der Bandgeschichte: Das legendäre, intime Konzert im Londoner Ministry of Sound von 1997. Diese Show wird hier zum allerersten Mal offiziell und in brillanter Audioqualität veröffentlicht. Auch die damals aufsehenerregende Zusammenarbeit mit der Pop-Ikone Marianne Faithfull lässt sich durch alternative Studio-Outtakes völlig neu erleben.
 

Fetter, lauter, intensiver: So klingt das Sound-Update

ReLoad war schon 1997 eine extrem fett produzierte Platte – dafür bürgte damals Star-Produzent Bob Rock. Doch die moderne Technik holt nun noch einmal Nuancen aus den analogen Masterbändern, die bisher im Mix untergingen.
Für das aktuelle Remastering zeichnet der preisgekrönte Toningenieur Reuben Cohen verantwortlich, der den Songs in den renommierten Lurssen Mastering Studios ein zeitgemäßes Update verpasst hat. Überwacht wurde das Ganze von Metallicas Executive Producer Greg Fidelman. Das Ergebnis? Fuel Remastered drückt noch brutaler aus den Speakern, und die melancholische Tiefe von The Unforgiven II reißt einen förmlich mit. Wer eine moderne Anlage besitzt, darf sich zudem auf einen komplett neuen Spatial-Audio-Mix in Dolby Atmos freuen.
 

Das ultimative Sammlerstück: Was steckt wirklich im ReLoad Boxset?

Um diesen gigantischen Schatz würdig zu präsentieren, machen Metallica keine halben Sachen. Nach dem Erfolg der Load-Neuauflage im vergangenen Jahr setzt das neue ReLoad-Boxset physisch noch einen drauf. 
Der Inhalt des ReLoad Deluxe Box Sets lässt Sammlerherzen höher schlagen:
  • Die volle Audio-Dröhnung: Satte 25 Tonträger – aufgeteilt auf 15 CDs, mehrere schwere LPs und DVDs – randvoll mit dem neuen Sound.

  • Visuelle Schätze: 4 DVDs mit legendären, teilweise komplett verschollenen Konzertmitschnitten der Welttournee 1997/1998, allen Musikvideos und unzensierten Behind-the-Scenes-Einblicken aus dem Studio.

  • Der Traum für Sammler: Ein großformatiges, edles Hardcover-Buch voller unveröffentlichter Fotos aus dem Privatarchiv der Band, originalen Tour-Schnittmustern, Backstage-Pässen und handgeschriebenen Songtexten von James Hetfield.
Neben dem Flaggschiff der Sammlerboxen erscheint die Metallica-Neuauflage für den schmaleren Geldbeutel natürlich auch als 3CD Expanded-Edition, auf gelber Vinyl und auf klassischer Musikkassette.
 

Fazit: Ein Pflichttermin für Rock-Geschichte

Ob man die experimentelle Phase der Band nun liebt oder bis heute den harten Trash-Zeiten der Achtziger hinterhertrauert: Dieser Release ist ein massives Stück Musikgeschichte und wird reichlich Gesprächsstoff in der Metal-Community sorgen. Nächsten Freitag erfahren wir endlich, was James Hetfield und Co. vor knapp 30 Jahren im Studio wirklich getrieben und warum sie einige ihrer spannendsten Ideen so lange unter Verschluss gehalten haben.
Was denkst du? War ReLoad damals vielleicht einfach seiner Zeit voraus? Teile diesen Artikel mit deinen Freunden und euren Metal-Buddys, um zu sehen, wer von euch sich als Erstes auf die verschollenen „Fixxxer“-Demos stürzt!

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