NF | Biografie

NF Bio 2017

NF
Bio (Stand 10.2017)
„Bei NF steht mit dem neuen Album ‘Perception’ der Durchbruch an.“ – Idolator
 
Während mit Hits wie „Let You Down“ nun auch sein internationaler Siegeszug ins Rollen kommt, ist NF in den Staaten schon seit zwei Jahren eine feste Größe im Rap-Kosmos: Mit über 180 Millionen YouTube-Views ist der 26-jährige Rapper aus Michigan auch deshalb für viele die erste Adresse, weil er reale Probleme – zerrissene Familien, diverse Traumata: Missbrauch, Sucht, Überdosis der Mutter – zur Sprache bringt und so wortgewandt Klartext redet wie sonst kaum ein Vertreter seiner Zunft. Auch sein soeben erschienenes drittes Studioalbum „Perception“ (VÖ: 6. Oktober 2017), das in den USA direkt Platz 1 bei iTunes belegte, verhandelt extrem persönliche Dinge – so adressiert NF auf „Let You Down“ z.B. erstmals sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater.
Aber fangen wir vorne an – bei den Initialen: NF steht für Nathan Feuerstein; diesen Namen gaben dem kleinen „Nate“ dessen Eltern am 30. März 1991. Doch die Beziehung des Elternpaars aus Gladwin, Michigan („Ein Örtchen mit drei Straßenlaternen und ohne Stadtkern“), ging bald in die Brüche – Schuld daran waren u.a. häusliche Gewalt und Drogen. NF wuchs schließlich bei seinem Vater auf und fand erst mit 12 wieder einigermaßen Halt, und zwar in der Musik: Auf einer Karaokemaschine nahm er seine ersten Freestyles auf, wobei er ganz klar von Battle-Rap-Größen und seinem absoluten Vorbild Eminem inspiriert war. „Eminem gab mir ein Gefühl, das ich gar nicht recht in Worte fassen konnte“, sagt der Rapper, der gewiss noch viele weitere MCs zu seinen Vorbildern zählt (u.a. Kendrick, Kanye, Drake, Royce da 5’9’’) und auch ganz andere Sachen hört (z.B. Adele!).
Ein erster Deal entpuppte sich als Sackgasse, und so musste sich Nate erst mal mit Elektrikerjobs über Wasser halten. Vor drei Jahren dann platzte der Knoten: NF lernte den Produzenten Tommee Profitt (aus Grand Rapids) kennen, und schon in der ersten Session entstand der Track „Wake Up“. „Das war der Startschuss“, erinnert sich NF, und tatsächlich sorgte „Wake Up“ nicht nur dafür, dass er schon bald bei Capitol Records unterzeichnen konnte, denn auch der offizielle Erstling „Mansion“, auf dem diese Single 2015 erschien, verzeichnete dank „Wake Up“ hinterher mehr als 50 Millionen Streams.
Schon eine Woche nach der Veröffentlichung seines „Mansion“-Debüts begann NF die Arbeit an seinem zweiten Album „Therapy Session“, das er wiederum mit Profitt (und wie zuvor auch mit David Garcia) aufnehmen sollte. Hier stand vor allem der Tod seiner Mutter im Zentrum der Songs, die für ihn selbst tatsächlich wie Therapiesitzungen funktionierten. Mit bis zu sechs verschiedenen Flows pro Song ging „Therapy Session“ direkt auf Platz 12 in den offiziellen Billboard-Charts (sowie: Platz 1 in den US–Rap-Charts), woraufhin auch erste Vergleiche mit Eminem, Logic oder MGK die Runde machten. Da NF der christlichen Kirche angehört, wurde er zudem gerade in den USA oftmals – fälschlich! – als „Christian Rap“-Künstler eingestuft, doch ihm selbst ist wichtig, dass er nicht darauf reduziert wird und stattdessen alle Menschen mit seinen Songs anspricht. „Da muss man kein Christ für sein, um sich damit zu identifizieren.“
Dass er die Leute erreicht, ist inzwischen nicht mehr von der Hand zu weisen: 24 Mio. Spotify-Streams für „Grindin’“, 11 Mio. für „Real“, wobei auch „Got You On My Mind“, „How Could You Leave Us“ und „Oh Lord“ jeweils mehr als 9 Millionen Streams verbuchen konnten. Auch in großen TV–Serien wie „Shades of Blue“, „GRIMM“ oder „Empire“ liefen seine Songs, während „One Hundred“ vom neuen Album „Perception“ im Trailer zur HBO–Comedy-Serie „Ballers“ zu hören war.
Schon vor dem massiven Erfolg von „Let You Down“ – Top−10 der globalen Spotify Viral-Charts, u.a. auch Top−20 in Deutschland und Top−10 in Schweden – hatte NF mit den Vorboten „Green Lights“ und „Outro“ das neue Album angekündigt: Beide landeten direkt in den Viral−50-Charts bei Spotify in den USA (#28 bzw. #21). Die kombinierten Stream- und Viewzahlen der zwei Songs schossen binnen weniger Wochen in den zweistelligen Millionenbereich.
Dass NF trotz der massiven Erfolge eine Sonder- bzw. Außenseiterstellung im Rap-Kosmos genießt – und auch weiterhin genießen will – stellt er mit einem Song wie „Outcast“ klar: „Nah, I don’t wanna blend in with you little rappin’ idiots, I’d rather be the outcast.“
 
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