Niedecken | Biografie

Wolfgang Niedecken, 2017

Wolfgang Niedecken, 1951 in Köln geboren, studierte von 1970 bis 1976 Freie Malerei an der FHBK Köln. Danach gründete er die Kölsch-Rock-Band BAP, mit der er 1982 den überregionalen Durchbruch schaffte.
Mit seiner Band BAP hat der Musiker, Maler und Autor seit 1979 mehr als sechs Millionen Tonträger verkauft und insgesamt 17 Studio- sowie sechs Livealben veröffentlicht, darunter elf Nr.−1-Titel. Seit 2004 vertritt er als Botschafter die Dachorganisation “Gemeinsam für Afrika”. 2008 initiierte er das “World Vision”-Projekt “Rebound” zur Reintegration ehemaliger Kindersoldaten in Norduganda, das im September 2011 auf den Ostkongo ausgeweitet wurde.
Kurz vor dem Start der “Halv su wild”-Tour, am 2.November 2011, erlitt er einen Schlaganfall. Im März  2012 verlieh ihm die Deutsche Phono-Akademie den “ECHO” für sein Lebenswerk. Seine Autobiografien Für ’ne Moment (2011) und Zugabe (2013) erreichten die Bestsellerlisten. 1998 erhielt Niedecken das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland, 2013 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 2017 den renommierten Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar, mit dem Musiker für ihre Verdienste um die deutschsprachige Unterhaltungsmusik ausgezeichnet werden.  
Wer nun denkt, mehr geht nicht, täuscht sich: Nach “Schlagzeiten” (1987), “Leopardefell” (1995), “Niedecken Köln” (2004, mit der Bigband des WDR) und “Zosamme alt” (2013), veröffentlicht Wolfgang Niedecken 2017 sein bereits fünftes Soloalbum “Das Familienalbum - Reinrassije Stroßekööter”
Familie haben wir alle. Sie ist die Konstante, die unser Leben begleitet. Wir lieben sie, wir brauchen sie – und gelegentlich leiden wir mit ihr, manchmal auch unter ihr. Bei Wolfgang Niedecken ist das nicht anders. Und da seine Arbeit immer auch autobiografisch geprägt war, hat der Kölner Songwriter im Lauf der Jahre viele Lieder geschrieben, in denen seine Familie eine Rolle spielt. 13 von ihnen hat er nun für “Das Familienalbum” neu aufgenommen. 
Das Familienalbum wurde zur Zeitreise durch den Niedeckenschen Kosmos. Bestes Beispiel st der Song “Et ess lang her”, den Niedecken 2016 für das bislang letzte BAP–Album Lebenslänglich” schrieb und das die Entstehungsgeschichte des wohl bekanntesten BAP–Songs “Verdamp lang her” erzählt. Wolfgang Niedecken: “Die x-te Version von Verdamp lang her hat es für dieses Album nicht gebraucht, obwohl das ja nahegelegen hätte. Ich war aber mehr an den Songs interessiert, die meinen heutigen Blick auf die Familie reflektieren.” 
Eine Familienchronik ist diese Songsammlung jedoch nicht. Vielmehr ist sie ein buntes, mit liebevollem Blick aufs Detail eingerichtetes Kabinett aus Bildern, Figuren, Erinnerungen und Einsichten geworden, die das Thema Familie auf unterschiedlichste Weise schattieren – emotional, eindringlich und universell. Denn wie gesagt: Familie haben wir alle.     
 
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