Norah Jones | News | Erfrischend unbekümmert - Singer-Songwriter-Pop und Soul mit dem Flair der frühen 1970er

Erfrischend unbekümmert – Singer-Songwriter-Pop und Soul mit dem Flair der frühen 1970er

Norah Jones
(c) Joelle Grace Taylor
07.03.2024
Das neue Album “Visions” als exklusive farbige Vinyl-Edition und mehr von Norah Jones finden Sie in unserem JazzEcho-Store.
Wie eine frische Brise, die durch ein nach langer Zeit wieder geöffnetes Fenster hineinweht, klingt Norah Jones’ neues Studioalbum “Visions”. Es wirkt wie das Yang zum Yin von “Pick Me Up Off The Floor”, ihrem letzten Album mit durchweg eigenen Songs, das zu Beginn des Corona-Lockdowns im Jahr 2020 erschienen war und viele der dunkleren Emotionen jener Zeit aufgriff. “Auf ‘Pick Me Up Off The Floor’ sang sie über Schmerz, Verlust und Verlorenheit und darüber, wie es ist, in Flammen aufzugehen und todunglücklich zu sein”, merkt Blue-Note-Boss Don Was an. “Ich wollte damals in die Lautsprecherboxen greifen und sie fest in meine Arme schließen […] Als ich nun die Songs von ‘Visions’ zum ersten Mal hörte, war mir gleich klar, dass sie den Sturm überstanden hatte und mit einer erleuchteten Perspektive daraus hervorgegangen ist. Sie singt davon, wach zu sein, tanzen zu wollen, sich endlich frei zu fühlen.” In der Los Angeles Times bezeichnete Popkritiker Mikael Wood “Visions” als Norahs “interessantestes Werk seit Jahren […] eine funkige, leicht psychedelische Garage-Soul-Platte, auf der ihre sinnliche Stimme von verzerrten Gitarren, unkonventionellen Drums und krausen Vintage-Keyboards umgeben ist.”
Viel dazu beigetragen hat der Produzent und Multiinstrumentalist Leon Michels, der seit über 20 Jahren zu den führenden Köpfen der New Yorker Retro-Soul- und Funk-Szene gehört und u.a. mit Sharon Jones & The Dap-Kings spielte. Als Tenorsaxophonist war er an Norahs Seite erstmals 2016 auf ihrem Album “Day Breaks” zu hören. Diesmal aber gingen sie einen Schritt weiter. Denn den Großteil der zwölf wunderbaren Songs von “Visions” – die oft das Flair des Singer-Songwriter-Pop und Soul der frühen 1970er versprühen – haben die beiden nicht nur gemeinsam geschrieben, sondern als multiinstrumentales Gespann auch im Duo aufgenommen. “Am Anfang klang es ziemlich schepprig”, verriet Michels lachend der LA Times. “Ich dachte mir: ‘Okay, cool, irgendwann holen wir andere Musiker dazu und nehmen richtig saubere Versionen auf.’ Das haben wir auch ein paar Mal versucht. Aber jedes Mal meinte Norah: ‘Das ist nicht besser.’ Und so basieren viele der Songs, die es auf die Platte geschafft haben, letztendlich auf unseren Demos.” 
Lediglich bei drei Songs (“I’m Awake”, “Swept Up In The Night” und “Alone With My Thoughts”) gesellten sich zu dem Duo noch Norahs bewährte Mitstreiter Brian Blade (Schlagzeug) und Jesse Murphy (Bass). Gastauftritte gibt es zudem noch von dem Trompeter Dave Guy und Schlagzeuger Homer Steinweiss, die wie Leon Michels zum Nukleus von Sharon Jones & The Dap-Kings gehörten.

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