Sam Johnson | Biografie

Sam Johnson — “World Gone Mad” (Bio 2020)

Klimawandel, soziale Ungerechtigkeiten, gesellschaftliche Spaltung und nicht zuletzt das allgegenwärtige Covid−19-Virus, das in wenigen Wochen den gesamten Globus zum Stillstand gebracht hat: Wir leben in besonderen Zeiten, in denen man immer öfter das Gefühl bekommt, die ganze Welt wäre verrückt geworden. Eine Stimmung, die der britische Indie-Folk-Artist Sam Johnson auf seiner kommenden „Are We There Yet?“-EP verarbeitet, aus der er nun mit „World Gone Mad“ das erste Vorab-Outtake auskoppelt. Mit dem eindringlichen Stück veröffentlicht der 25-jährige Singer und Songwriter eine Single aus der Selbstisolation – mit einer Message von großen Herausforderungen, aber auch von unerschütterlicher Hoffnung und dem Willen, die Dinge schließlich zum Positiven zu wenden!
Schon mit seiner Debüt-EP „Eastcote“ hat der aus dem idyllischen Kleinstädtchen Oswestry in den wildromantischen West Midlands stammende Sänger und Musiker im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam gemacht. Kein Wunder, ist Sam Johnson doch über mehrere Ecken mit Shoegaze-Ikone Kevin Shields von My Bloody Valentine verwandt, der ihm zu Weihnachten seinen ersten Studioaufenthalt schenkte und ihm seither auch als Mentor mit Rat und Tat zur Seite steht. Und auch als charismatischer Live-Performer hat er sich einen sehr guten Namen erarbeitet und hat im vergangenen Jahr Acts wie Jade Bird, Emily Burns oder Plested supportet. Mit seiner kommenden „Are We There Yet?“-EP veröffentlicht der mittlerweile in London beheimatete Musiker nun eine Songsammlung, die aktueller nicht sein könnte: Sam Johnson verhandelt in seinen nachdenklichen Stücken persönliche Erlebnisse wie den frühen Tod seines Vaters ebenso, wie komplexe soziale Fragen, auf die die Menschheit in naher Zukunft völlig neue Antworten wird finden müssen.
So wie auf dem Song „World Gone Mad“, den Sam Johnson als direkte Reaktion auf die Corona-Pandemie komponierte. Mit seinem reduzierten Indie-Folk-Sound irgendwo zwischen George Ezra, Bon Iver und Bob Dylan und seiner sofort unter die Haut gehenden Gänsehautstimme erzählt der Musiker in berührenden Bildern von dunklen Zeiten, aber auch vom Licht am Ende des Tunnels. Die Hintergründe und Inspiration zu seiner neuen Single „World Gone Mad“ schildert Sam Johnson in eigenen Worten: „Ursprünglich wollte ich gar nicht über das Virus, sondern über die chaotischen und schnelllebigen Zeiten schreiben, in denen wir leben. Als junger Mann, der versucht, in der Welt der Erwachsenen Fuß zu fassen, war ich ziemlich ratlos, welchen Fuß ich zuerst nehmen sollte. Wie vielen anderen meiner Generation fällt auch mir diese Wandlung zum Erwachsenen umso schwerer in einer Welt, die scheinbar auf unsere Fragen keine Antworten hat. Das wollte ich auch in dem Song festhalten. Ganz egal, ob es um den Klimawandel geht, um polarisierende und spaltende Politik oder eine Pandemie von nie gekanntem Ausmaß – die ganze Welt bewegt sich momentan ebenso unkontrolliert auf der Suche nach Halt und ein wenig Sicherheit, wie ein junger Erwachsener meines Alters. Ich erzähle von einem hormongesteuerten Zwanzigjährigem, der versucht herauszufinden, welchen Weg er momentan gehen soll an einem Ort, der aufregend und zugleich besorgniserregend ist (…). Den Song zu schreiben, war wie ein Lichtstrahl, der durch die dunklen Wolken bricht. Ich hoffe, das Stück hilft meinen Hörern durch diese harten Zeiten und inspiriert sie zu neuer, aufregender Kunst und produktiven Gedanken.“
Ein Fünkchen Hoffnung, das sich auch in dem in nur einem Take gedrehten Clip zu „World Gone Mad“ wiederfindet. Der Clip ist HIER zu sehen.
 
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