The Dark Tenor | Biografie

The Dark Tenor — Symphony of Ghosts

THE DARK TENOR
„Symphony Of Ghosts“
VÖ: 28.09.2018

Erinnerungen sind wie Geister aus der Vergangenheit. Manche tauchen scheinbar urplötzlich wie aus dem Nichts auf, um uns mit hässlichen Bildern heimzusuchen und zu quälen. Andere Geister sind immer da, begleiten uns wie gute Freunde durchs ganze Leben. Spenden Kraft und Trost in schwierigen Tagen. Doch sie alle verändern sich im Laufe der Zeit: Während einige langsam verblassen, wechseln andere ihre Farbe, ihre Form, ihre Aura. So lange, bis sie sich irgendwann gegenseitig überlagern und schließlich zu einer einzigen, großen Symphonie verschmelzen – der Symphonie der Geister. Mit seinem dritten Album lädt The Dark Tenor nun zu einem weiteren aufregenden Besuch in seine geheimnisvolle Welt ein, um sich auf „Symphony Of Ghosts“ von einer ganz neuen Seite zu präsentieren!
Zum mittlerweile dritten Mal öffnet der dunkle Tenor die Pforten zu seinem Reich. Schon auf dem Gold-veredelten Debütalbum „Symphony Of Light“ faszinierte der namenlose Sänger vor vier Jahren mit seinem außergewöhnlichen Crossover aus Klassik und Pop die Hörer. Ein atmosphärischer Kopfkino-Mix, den er auf seinem 2016 erschienenen Nachfolger „Nightfall Symphony“ noch weiter verfeinerte und parallel mit der Aktion #KLASSIKISTGEILl ein ganz neues, junges Publikum für die klassische Musik begeisterte. Auf „Symphony Of Ghosts“ setzt der Dark Tenor seine Mission auf überraschende Weise fort: Nachdem das ehemals komplett maskierte Phantom mit jedem Album ein wenig mehr von sich preisgab, lüftet der ausgebildete Opernsänger nun vollständig seine mysteriöse Maske, um sich seinen Fans heute völlig unverschleiert zu offenbaren. Sein ganz persönliches Bekenntnis zu sich selbst, dass sich auch innerhalb seiner Musik widerspiegelt. Eine Art von Selbstreinigungs- und Reifeprozess, bei dem sich The Dark Tenor nun der Vergangenheit stellt, um so ein neues Kapitel in seinem Schaffen beginnen zu können.
„Wir werden von den Erfahrungen geprägt, die wir während unseres Lebens machen“, erklärt der Dark Tenor die Entstehungsgeschichte zu „Symphony Of Ghosts“. „Erfahrungen, die sich in Form von Erinnerungen in unserem Denken manifestieren und unsere Persönlichkeit ausmachen. Sie sind wie Schemen aus einer anderen Zeit, die immer wieder auftauchen: Bei einem bekannten Dufthauch im Wind, einem Geschmack auf der Zunge, bei einem schwachen Geräusch in der Ferne oder einer Melodie, die uns mit einem besonderen Menschen verbindet. Ich habe mich in der letzten Zeit oft mit den Dingen beschäftigt, die in meinem Leben passiert sind. Mir ist es wichtig, auch negative Erlebnisse zu verarbeiten und mich besonders diesen Geistern zu stellen. Manche sind freundlich und liebenswert, andere wiederum furchterregend. Je stärker man diese Geister der Vergangenheit verdrängt, umso schneller holen sie einen manchmal ein und desto mehr Macht gewinnen sie über dich. Jeder Geist besitzt eine andere Farbe. Je nachdem, mit welchen Emotionen er verbunden ist und wie stark die Erinnerung noch ist. Irgendwann fließen all diese unzähligen Farben zu einer einzigen, großen Symphonie zusammen.“
Eine Symphonie von Abschied und Schmerz, aber auch von Hoffnung, Lebensfreude und unsterblicher Liebe weit über den Tod hinaus. Geschrieben wurden die Stücke erneut im finnischen Helsinki sowie in der zerklüfteten Abgeschiedenheit der griechischen Vulkaninsel Santorini, die mit ihren schwarzen Stränden und ihrer unwirklichen Wüsten- und Kraterlandschaft die perfekte Kulisse für „Symphony Of Ghosts“ bot. Produziert wurde das Album im Berliner Valicon-Studio vom vielfach Award-gekürten Bernd Wendlandt (Silbermond, Faun, Glasperlenspiel), der die mitreißende Live-Energie der stimmungsvollen TDT-Konzerte authentisch auf Platte einfangen konnte. Zusätzlich herrscht auf „Symphony Of Ghosts“ erstmalig ein sofort packender Band-Spirit, der dem epischen Pop-meets-Klassik-Crossover zusätzlich eine völlig neue Dynamik verleiht. Ganz bewusst wird der Schwerpunkt diesmal auf Popmusik mit einer ausgeprägten Rock-Attitüde gelegt, bei der The Dark Tenor gänzlich auf Klassikzitate großer Komponisten verzichtet. Stattdessen wird aus eingängigen Hooks und Melodien eine moderne Serenade komponiert, aus der eine völlig neue Art klassischer Musik entsteht. Eine bisher unbekannte Klangfacette, bei der The Dark Tenor gleichzeitig seinem sofort wiedererkennbaren Sound aus Pop, Klassik, Rock und Filmmusik treu bleibt.
Ein neuer stilistischer „Geist“, wie schon die erste Singleauskopplung „I Miss You“ verdeutlicht, auf der sich The Dark Tenor vor dem 2017 verstorbenen Musiker Robert Miles und seinem globalen Megahit „Children“ verneigt: Mit einer bombastischen Pop-Instrumentierung, treibenden Rock-Beats und dramatischen Klassik-Arrangements kreiert der dunkle Tenor einen akustischen Mikrokosmos, in dessen Mittelpunkt die weltbekannte „Children“-Pianomelodie pulsiert. Eine kompakte Einheit, die Miles‘ Erben sofort überzeugt hat, die Nutzungsrechte freizugeben. „Wir haben einfach Kontakt aufgenommen und ihnen unseren Track vorgespielt“, erinnert sich der Tenor. „Sie waren absolut begeistert. Es geht in meinem Text darum, einen geliebten Menschen immer im Herzen zu tragen. Soweit er auch entfernt sein mag. Sehnsucht ist eines der stärksten Gefühle überhaupt. ‚I miss you‘ ist für mich eine der schönsten Liebeserklärungen, die man jemandem machen kann.“
Ein Thema, dass sich auch auf dem nachdenklich-melancholischen „Fade“ fortsetzt, bevor sich mit der lebensbejahenden Uptempo-Nummer „Invincible“ und dem ergreifenden Ohrwurm „Hurricane“ zwei weitere Geister bemerkbar machen. Für „Written In The Scars“ konnte der Dark Tenor erneut den südkoreanischen Starpianisten Yiruma gewinnen, der die epische Klavierballade mit seinem unvergleichlichen Spiel veredelt. Ein eher furchteinflößender (Zeit)Geist offenbart sich mit dem rockigen „What If We Love“ – das nur schwer zu zähmende Gespenst der Angst vor allem Fremden; ein Stück, auf dem sich The Dark Tenor von einer ungewöhnlich gesellschaftskritischen Seite zeigt. „Ich male mir in den Lyrics aus, wie schön das Leben sein könnte, wenn wir uns statt mit Hass mit Liebe begegnen und unsere Ängste in etwas Positives verwandeln würden. Angst ist in meinen Augen einer der hässlichsten Geister, die man in sich tragen kann. Obwohl die Angst ein Schutzmechanismus des Körpers ist, kann sie in vielen Situationen das größte Hindernis darstellen, seine Ziele zu verfolgen und einfach man selbst zu sein.“
Abgerundet wird „Symphony Of Ghosts“ durch die rein klassische Interpretation „Parla Piu Piano“ aus dem Soundtrack des Filmklassikers „Der Pate“, der orchestral-rockigen Coverversion „In The Shadows“ von The Rasmus, dem deutschen Kirchenlied „Der Mond ist aufgegangen“ sowie der englischen Version des Unheilig-Tracks „Unter deiner Flagge“ („Guided Under Flag“), das sich nahtlos in die Trackliste einfügt. „Alle diese Stücke sind selbst Geister aus meiner Jugend, denen ich schon immer mit meinen eigenen Versionen Tribut zollen wollte. Ich bin glücklich, dass sich nun endlich die Gelegenheit bietet. Ich denke, das ständige Zwiegespräch mit seinen Geistern ist eine wichtige Sache. Man darf keine Angst haben, sondern muss sich ihnen stellen. Manche verlieren nach einiger Zeit ihren Schrecken und werden zu guten Freunden, die man herzlich begrüßt, wenn sie sich zeigen. Sie verwandeln sich mit der Zeit zu `guten Geistern`, die einem helfen, aus seinen Fehlern zu lernen.“
Zeitgleich zum “I Miss You”-Single-Release und zur Album-Pre-Order von „Symphony Of Ghosts“ am 28.09.2018 ist The Dark Tenor gemeinsam mit Unheilig auf großer „Zeitreise“-Tour durch Deutschland zu erleben, auf der er neben seinen eigenen Songs auch ausgewählte Unheilig-Stücke performen wird.
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