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Víkingur Ólafsson — Musik jenseits stilistischer Schubladen

Víkingur Ólafsson
© Ari Magg
20.02.2020
Musikalische Schubladen sind schnell geöffnet und gerade Claude Debussy wird fast automatisch als Impressionist bezeichnet. Der isländische Pianist Víkingur Ólafsson scheut Einstufungen dieser Art und möchte auf seinem neuen Album einen facettenreichen Zugang ermöglichen. Nach seinen beiden gefeierten Konzeptalben mit Werken von Philipp Glass und Johann Sebastian Bach stehen im Zentrum des dritten Albums von Ólafsson bei Deutsche Grammophon nun Werke von Claude Debussy und Jean-Philippe Rameau. Darunter finden sich verschiedene pianistische Werke von Debussy sowie eine Auswahl von Rameau-Stücken, vorwiegend aus dessen “Pièces de clavecin”-Sammlungen. In der programmatischen Gegenüberstellung lässt Ólafsson die einzelnen Stücke spannungsvoll miteinander in Dialog treten und arbeitet dabei thematische Bezüge, klangsinnliche Ähnlichkeiten und Unterschiede heraus. Das Album erscheint am 27. März, bereits jetzt vermittelt das Stück “La fille aux cheveux de lin” als Download sowie im Stream einen vielversprechenden Einblick.

Musikalisches Kleinod von berührender Schönheit

"Die Menschen verlieren sich um des Klangs willen gerne ein wenig im Klang", sagt Ólafsson über die Wahrnehmung der Musik von Debussy – dabei sei der Komponist ein echter Perfektionist gewesen. Mit welch feinen Mitteln er arbeitete, zeigt auch das Klavierstück “La fille aux cheveux de lin”, das bereits jetzt als Kostprobe des neuen Albums zum Download sowie im Stream bereit steht und Ólafssons sensible Herangehensweise an die Werke eindrucksvoll widerspiegelt. So interpretiert er das kurze Stück aus der ersten Serie der Préludes von Claude Debussy als musikalisches Kleinod von berührender melodischer Schlichtheit und Anmut und legt den schwebenden Grundcharakter hingebungsvoll frei.

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