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Musikalischer Hoffnungsträger –Andrea Bocellis Projekt “Music for Hope” vereint die Welt

Andrea Bocelli
© Luca Rossetti
23.04.2020
Die Straßen um den Mailänder Dom sind verlassen, das soziale Leben ist stillgelegt, alle Konzerte sind bis auf Weiteres abgesagt. Die Welt ist im Ausnahmezustand, natürlich auch am Ostersonntag. Doch dann erklingt plötzlich Andrea Bocellis Stimme, so kraftvoll und lebendig und warm, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Über den Livestream wird auch in dieser Zeit ein musikalisches Erlebnis der Spitzenklasse möglich.
Andrea Bocellis spektakulärer Livestream war vor allem deshalb so fantastisch, weil die Übertragung auf das Wesentlichste reduziert war, nämlich auf die einzigartige Stimme des großen italienischen Tenors. Ohne Publikum und ohne aufwendige Inszenierung stand der Sänger in der prachtvollen Kulisse des Mailänder Doms, um einige der schönsten Melodien der Musikgeschichte zu singen. 
Während man nach Hoffnung, Trost und Aufmunterung sucht, kommt der musikalische Segen aus Mailand genau zum rechten Zeitpunkt. Mit der digitalen Veröffentlichung wurde die unvergessliche Momentaufnahme nun für die Ewigkeit festgehalten, so dass man sich Andrea Bocellis Stimme immer wieder in sein eigenes Wohnzimmer holen kann, um Kraft zu schöpfen, in der Musik zu baden und hoffnungsvoll nach vorne zu sehen. 
Bei der handverlesenen Auswahl der Stücke hat der Star-Tenor auf unsterbliche geistliche Melodien gesetzt, die unter anderem durch die Kraft des Glaubens ihre volle Schönheit entfalten und allesamt eine hoffnungsvolle Botschaft in sich tragen. So sind die 20 Minuten aus dem Mailänder Dom auch ein musikalisches Gebet, über das man sich weltweit in der Krise verbunden fühlen kann. Begleitet wurde der Tenor einzig und allein von dem Organisten Emanuele Vianelli, die Arrangements wurden extra für diesen Anlass geschrieben.
César Francks “Panis Angelicus” aus der “Messe Solennelle” Op. 12, FWV 61 eröffnet die Aufnahmen, das sphärische “Ave Maria”, CG 89a von Charles-François Gounod knüpft daran an und verbreitet seinen filigranen Charme. Das “Sancta Maria” von Pietro Mascagni trägt die tiefe Liebe zur Oper in sich, die Italien prägt und ist in Andrea Bocellis inniger und leidenschaftlicher Interpretation an Klangschönheit und Authentizität nicht zu überbieten. In seiner “Petite Messe solennelle” hat Gioachino Antonio Rossini sich in seiner späten Schaffensphase noch einmal intensiv der geistlichen Musik zugewandt. Das “Domine Deus” verströmt die große positive Kraft, die man aus dem Glauben ziehen kann.
Berührender Höhepunkt des Livestreams und emotionales Highlight der Aufnahmen ist jedoch Andrea Bocellis Performance von “Amazing Grace” — einem der beliebtesten Kirchenlieder weltweit, für das der Sänger im Livestream vor den Mailänder Dom getreten ist — und in dem sich klanglich die Intensität seiner Stimme noch einmal voll entfaltet.
Andrea Bocelli engagiert sich mit seiner Stiftung ABF momentan persönlich dafür, dass die Ausstattung der Krankenhäuser verbessert wird, um dem Virus medizinisch unter den besten Voraussetzungen zu begegnen. Mit “Music for Hope” ist dem Tenor ein großartiges Projekt gelungen, das mit den Klängen und über die Musik hinaus die Menschen verbindet und in der Krise stärkt.

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