Andreas Ottensamer | News | Andreas Ottensamers Album "Blue Hour" spiegelt die musikalische Romantik in all ihren Facetten

Andreas Ottensamers Album “Blue Hour” spiegelt die musikalische Romantik in all ihren Facetten

Yuja Wang & Andreas Ottensamer
© Stefan Höderath / DG
07.03.2019
Andreas Ottensamer ist ein großer Solist und zugleich überzeugter Kammermusiker, detailverliebter Arrangeur, Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker und charmant-charismatischer Vermittler der Klassikszene — ein phänomenaler Tausendsassa. Auf seinem aktuellen Album “Blue Hour” bringt er all seine Vorzüge glänzend zur Geltung — in exzellenter Begleitung von der Pianistin Yuja Wang und den Berliner Philharmonikern.

Mehr als perfekt

Yuja Wang und Andreas Ottensamer haben sich künstlerisch gesucht und gefunden. In der faszinierenden chinesisch-stämmigen Pianistin hat der Klarinettist eine Duopartnerin auf Augenhöhe gefunden. Die beiden Vollblutkünstler zelebrieren jeden Ton der romantischen Werke mit höchstem Ausdruck und in eigenen maßgeschneiderten Arrangements, die eine ganz persönliche Perspektive auf Ottensamers handverlesene Lieblingsstücke bieten. Die Arrangements von Felix Mendelssohn-Bartholdys sieben Liedern ohne Worte sind nicht nur im Kopf entstanden, sondern beim gemeinsamen Spielen weiterentwickelt worden, das kann man deutlich spüren. Alles fließt organisch, ohne gekünstelten Effekt und dennoch mit großem Gefühl. Darüber hinaus hat Andreas Ottensamer mit Yuja Wang Carl Maria von Webers virtuoses “Grand Duo concertant, Op. 48, J. 204” und das A-Dur-Intermezzo von Johannes Brahms eingespielt. Während Weber bei aller Intensität auch Witz und Leichtfüßigkeit versprüht und die Brücke zur italienischen Oper schlägt, präsentiert das Intermezzo von Brahms Romantik in Perfektion — träumerisch, verklärt und voller Poesie. Bei aller technischen Makellosigkeit, die die Künstler an den Tag legen: wenn Andreas Ottensamer die Klarinette zum Singen bringt und Yuja Wang die Läufe perlen lässt, ist es doch vor allem die emotionale Intensität im Ausdruck und die ansteckende Begeisterung für die Musik, die das Album über die Summe seiner virtuosen Teile hinaus zu einem echten Glanzstück werden lässt.

Ganz groß

Im Zusammenspiel mit “seinem Orchester”, den Berliner Philharmonikern, kann man Andreas Ottensamer zudem auch unter der Leitung von Mariss Jansons als brillanten Solisten erleben. Im ersten Klarinettenkonzert in f-Moll op. 73 von Carl Maria von Weber läuft Andreas Ottensamer zur Höchstform auf und präsentiert in seiner Interpretation dieses Paradestücks für die Klarinette die außergewöhnliche gesangliche Schönheit seines Instruments. Als leidenschaftlicher Kammermusiker verliert er auch in dieser Besetzung — allen solistischen Kapriolen zum Trotz — das ausgewogene Zusammenspiel und die klangliche Balance mit dem Orchester nie aus den Augen und Ohren.
Ob im Duo mit einer großartigen Yuja Wang oder vor ganz großem Orchester: Andreas Ottensamer stellt mit “Blue Hour” einmal mehr seine Rolle als Ausnahmekünstler unserer Zeit unter Beweis. Das Album steht als geschlossener romantischer Mikrokosmos mit all seinen Facetten ganz für sich und öffnet zugleich den Horizont, um das Phänomen Ottensamer musikalisch zu begreifen.
Am 8. April 2019 ist Andreas Ottensamer gemeinsam mit dem Schumann Quartett im Kammermusiksaal Berlin zu erleben. Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Carl Maria von Weber. Bei telefonischer Kartenbestellung unter +49 (0) 30 826 4727 mit dem Stichwort “Blue Hour” wird ein Sonderpreis von 20€ gewährt.
Mehr über Andreas Ottensamer und sein Album “Blue Hour” lässt sich im Deutsche Grammophon Podcast “Lass uns über Klassik reden” erfahren.
 

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