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Bastille 2016
08.09.2016

Mehr Fantasie als Autobiografie: Das neue Bastille-Album “Wild World” ist da

“Fake It” – Video
Endlich könnt ihr in die “wilden Welten” von Bastille eintauchen: Das mit Spannung erwartete Album “Wild World” ist endlich da. Wir geben jedem, der nicht schon längst überzeugt ist, fünf gute Gründe, diese Platte ins Herz zu schließen. Die Songs “Good Grief”, “Fake It” und “Send Them Off!” ließen bereits alle Fans jubeln und standen vor allem für eins: Vielfalt. Wir verraten euch, was ihr außerdem vom großen Album-Melting-Pot erwarten dürft. 

Grund 1: Bastille brillieren mit Bescheidenheit

Bastille, gegründet von Frontmann Dan Smith im Jahr 2010, haben augenscheinlich längst den Popstar-Status erreicht. Dennoch sehen sich die vier sympathischen Briten als alles, nur eben nicht das. “Wann immer wir auf dem roten Teppich auftauchen, sehen wir aus, wie Gewinner einer Verlosung”, räumt Dan gegenüber The Guardian ein, “es wirkt wie ein Gag”. Kein Wunder also, dass “Wild World”, wie schon seine Album-Vorgänger, weniger autobiografische Geschichten erzählt, sondern Fantasiewelten aus Filmen und Literatur vertont. Ihm sei der ganze Wirbel um seine Person auch nach sechs Jahren Band-Historie immer noch unangenehm: “Keiner hatte uns vorgewarnt, wie das sein würde”.

Grund 2: Genre-Vielfalt – alles kann, nichts muss

Kanye West, der sich musikalisch weder Maulkorb, noch Scheuklappen aufsetzen lässt, fasziniert sie: Bastille nehmen sich diese Freiheit zum Vorbild. In eine festgelegte Genre-Schublade lassen sie sich nicht schieben. “Wir haben nie darauf Wert gelegt, einen charakteristischen Sound zu haben”, betont Bassist Will Farquarson im Juli gegenüber The Independent. So wurde auch “Wild World” zu einem aufregenden Staffellauf verschiedenster Genre-Hybriden: Fesselnd, emotional und dennoch mit ihrer ganz besonderen Indie-Pop-Handschrift. Ob tockernde Beats mit Hip-Hop-Attitüde (“Four Walls”), schallende Ska-Trompeten (“Send Them Off!”) oder runtergetunete Acoustic-Sets (“Two Evils”) – die 19 Titel der Deluxe-Version stellen einen bunten musikalischen Farbtopf dar.
“Send Them Off!” – Video

Grund 3: Horror, Romanze und Heldentum

Mit ihrem gefeierten Debüt “Bad Blood” aus dem Jahr 2013 vertonten die Brit-Lieblinge Mythen und Sagen vergangener Zeiten und besangen mit Songs wie “Laura Palmer” Serien-Kult. Insgesamt haben Bastille einen Hang zum Bizarren und Übernatürlichen. In unserem Interview verriet Dan Smith: in Sachen Film stünde er eher auf “schräges Zeug”. “Weshalb auch nicht so viele Disney-Verweise in unseren Songs auftauchen”, fügt Keyboarder Kyle Simmons grinsend hinzu. Dass “Wild World” rein Zitate-technisch seinem Vorgänger in Nichts nachsteht, überrascht daher wohl niemanden. Ob Horror-Klassiker wie “Der Exorzist” oder gar der Shakespeare-Opus “Othello”, auch das neue Release lebt von literarischen Segmenten und Fiktion.

Grund 4: Aktuelle Relevanz

Zwischen all dem Zauber, den “Wild World” versprüht, bleibt dennoch Raum für den Ernst der Welt. Themen, die nicht nur Bastille nicht loslassen, sondern derzeit die gesamte Welt bewegen. Im Gegensatz zu anderen Künstlern übermittelt das sympathische Quartett ihre Sozialkritik dennoch unterschwellig. Mit Songs wie “The Currents” oder “Warmth” kritisieren sie das Weltgeschehen, die aktuelle Politik und das Schüren von Angst und Hass. “Tell me, did you see the news last night?”, heißt zum Beispiel im Refrain von “Warmth”. Gegenüber The Guardian äußert sich Dan Smith so: “Es fühlt sich seltsam an, die Songs in diesem Sommer zu performen. Sie scheinen extrem relevant.”

Grund 5: Hits, Hits, Hits

Mit “Pompeii” machten Bastille vor, dass ihre Tracks auch ohne Anbiederung an den Mainstream über absolute Hit-Tauglichkeit verfügen. Ihr 2013er-Debüt “Bad Blood” entpuppte sich schnell als Füllhorn voller Chart-Ohrwürmer. Ihr aktueller Happy-Song “Good Grief” zeigte bereits vorab, dass es auch “Wild World” nicht an diesem eingängigen Charme fehlt. Die Sound-Gebilde sind experimentell, wachsen heran zum großen Finale und verfügen dennoch über eingängige Refrains – Bastilles Hit-Geheimrezept. Also, worauf wartet ihr noch? Holt euch ihr Album “Wild World” jetzt auf CD, LP oder im Mp3-Format.
“Good Grief”
Tracklist von “Wild World”
1. Good Grief
2. The Currents
3. An Act Of Kindness
4. Warmth
5. Glory
6. Power
7. Two Evils
8. Send Them Off!
9. Lethargy
10. Four Walls (The Ballad Of Perry Smith)
11. Blame
12. Fake It
13. Snakes
14. Winter Of Our Youth
Deluxe Edition
15. Way Beyond
16. Oil On Water
17. Campus
18. Shame
19. The Anchor

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