Billy F Gibbons | Biografie

Biografie 2021

Billy F Gibbons hat sein neues Soloalbum in der Wüste Kaliforniens aufgenommen: „Hardware“ erscheint am 4. Juni / erste Single „West Coast Junkie“ ab sofort im Stream
Auch im digitalen Zeitalter geht nichts ohne die richtige Ausrüstung: „Hardware“ heißt das dritte Soloalbum von Billy F Gibbons, das am 4. Juni 2021 bei Concord Records erscheinen wird. Der ZZ-Top-Frontmann vermeldet in dieser Woche, dass die Aufnahmen abgeschlossen sind und jetzt die Post-Production-Phase beginnen kann. Die Arbeiten am Nachfolger zu „The Big Bad Blues“ (2018) fanden in den Escape Studios in der kalifornischen Wüste statt, unweit von Palm Springs. Unterstützung bekam Gibbons dort von seinen Co-Produzenten Matt Sorum und Mike Fiorentino, wobei auch Toningenieur Chad Shlosser Teile der Produktion übernahm. Als erste Single erschien am 26. März der Song „West Coast Junkie“, dessen Video ganz in der Nähe des Studios gedreht wurde, im Joshua-Tree-Nationalpark. Hier könnt Ihr Euch das Video anschauen.
 
Der Kalifornier Matt Sorum, der nach seiner Zeit bei The Cult und Guns N’ Roses auch bei Velvet Revolver am Schlagzeug saß, fungierte während der „Hardware“-Sessions durchweg als Drummer und auch der angestammte Gitarrist Austin Hanks war wieder mit von der Partie: Die Konstellation Gibbons/Sorum/Hanks hatte zuletzt bereits das Album „The Big Bad Blues“ eingespielt, das den von der US-amerikanischen Blues Foundation vergebenen „Blues Music Award“ abräumte.
 
Im Gegensatz zum Vorgänger und auch Gibbons‘ Debüt „Perfectamundo“ aus dem Jahr 2015, sind die auf „Hardware“ versammelten Stücke nahezu ausnahmslos Originalkompositionen – mit klarem Fokus auf einen Rocksound. 11 der 12 Songs haben Gibbons, Sorum, Fiorentino und Shlosser gemeinsam geschrieben, die einzige Ausnahme ist „Hey Baby, Que Paso“, das ursprünglich vor 30 Jahren von den Texas Tornados aufgenommen wurde. Mit dem Albumtitel verneigt sich der ZZ Top-Star vor dem verstorbenen Toningenieur Joe Hardy, der die Aufnahmen seiner Band schon seit Mitte der Achtziger begleitet hatte. Der eigentliche Sound des neuen Longplayers ist dabei auch ganz klar vom Wüsten-Setting inspiriert: „Diese Wüstenkulisse, mit wandernden Sandhügeln, Kakteen und Klapperschlangen, gibt der Sache so etwas Mysteriöses, und dieser Rahmen hat auf jeden Fall seine Spuren in den Sounds hinterlassen, die wir dort eingefangen haben“, so Gibbons.
 
Außerdem am Mikrofon zu hören ist dieses Mal die Band Larkin Poe, die beim Stück „Stackin‘ Bones“ aushilft. Gibbons hatte sich schon vor einiger Zeit mit der Band aus Georgia angefreundet, nachdem er über Tyler Bryant die Mitbegründerin Megan Lovell kennengelernt hatte (Lovell und Bryant sind seit 2019 verheiratet). In den Jahren davor war Tyler Bryant häufiger mit ZZ Top auf Tour gewesen. Nachdem sich im Jahr 2019 dann Billy und Larkin Poe beim New Yorker Benefiz-Konzert „Love Rocks NYC“ erstmals selbst die Bühne geteilt hatten, war der Weg frei für diese exklusive Zusammenarbeit…  
 
Obwohl im druckvollen, rockigen Sound der LP immer wieder neue Ansätze und Elemente durchschimmern, trägt „Hardware“ insgesamt ganz klar die Handschrift von Billy F Gibbons. Abgesehen von der unverkennbaren Charakterstimme des 71-jährigen Texaners, reicht das Klangspektrum von klassischem Hardrock bis Neo-Metal, von Country-Rock bis New Wave, von Blues bis hin zu Surfrock-Anflügen, was „Hardware“ unmöglich kategorisierbar macht. Obendrein lässt Gibbons das Album mit einer Art Spoken-Word-Stück ausklingen: „Desert High“, dessen Zeilen einzig von einer Gitarrenaufnahme eingerahmt werden, erinnert an die Ikone Gram Parsons, jenen Musiker, der vor ziemlich genau 48 Jahren unweit jenes Orts verstarb, an dem nun „Hardware“ entstehen sollte.
 
„Wir haben uns mitten in der Hitze des Sommers für ein paar Wochen dort draußen in der Wüste eingeschlossen, was an sich schon eine ziemlich intensive Erfahrung war“, fasst Billy die Entstehungsphase zusammen. „Um etwas Dampf abzulassen, haben wir dann einfach alles rausgerockt – und genau darum geht’s auch bei ‘Hardware’. Es ist insgesamt eine richtig aufgebrachte Rockansage, die dabei aber nie vergisst, was für Geheimnisse in der Wüste verborgen sind.“
 
Tracklist von „Hardware“
 
  1. My Lucky Card
  2. She’s On Fire
  3. More-More-More
  4. Shuffle, Step & Slide
  5. Vagabond Man
  6. Spanish Fly
  7. West Coast Junkie
  8. Stackin’ Bones (featuring Larkin Poe)
  9. I Was A Highway
  10. S-G-L-M-B-B-R
  11. Hey Baby, Que Paso
  12. Desert High

Alle Songs geschrieben von Billy F Gibbons, Matt Sorum, Mike Fiorentino, Chad Shlosser
Einzige Ausnahme: „Hey Baby, Que Paso“, geschrieben von Augie Meyers & Bill Sheffield