Hannelore Elsner | News | Der Zauber der Märchenwelt – Zum Grimm-Jahr 2012

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27.09.2012

Der Zauber der Märchenwelt – Zum Grimm-Jahr 2012

„Es war einmal…“ Wer diese Phrase hört, in dem werden Erinnerungen wach. An die Kindheit, an die tägliche Gutenachgeschichte oder an die oft gehörten Märchenlangspielplatten. Auch wenn die ursprünglichen Fassungen unserer Lieblingsmärchen nicht immer mit diesen Worten beginnen, stehen die drei Worte „Es war einmal“ stellvertretend für den Beginn einer Reise in eine zauberhafte Phantasiewelt.
Märchen stecken voller Geheimnisse und Wunder. Sprechende Tiere, zaubernde Hexen oder Phantasiewesen wie Feen und Zwerge begegnen uns darin genauso wie ganz normale Menschen. Die Motive der Märchen speisen sich aus Fabeln, orientalischen Zaubergeschichten, antiken Mythen oder Heldenepen. Es ist fest in der Struktur der Gattung des Märchens verankert, dass das Gute über das Böse siegt, dass der Held alle Widerstände überwindet. Wann die Menschen begannen, sich Märchen zu erzählen, wissen wir nicht.
200 Jahre ist es jedoch her, da gaben die Brüder Wilhelm und Jakob Grimm ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen heraus. Die bis dato nur mündlich überlieferten Volksmärchen fanden so Eingang in die kindliche Vorstellungswelt in fast allen Ländern der Welt. Die zusammengetragenen Geschichten erzählen von Glück und Leid, Armut und Reichtum, Verwünschung und Erlösung, Liebe und Hass, Gut und Böse und faszinieren Groß und Klein seit Generationen.
Für Märchen ist man niemals zu alt, Märchen kommen nie aus der Mode. Die wohl schönste Form, in die phantasie- und geheimnisvolle Märchenwelt einzutauchen, ist das Zuhören. Um das kulturelle Erbe der Brüder Grimm wieder und ganz neu entdecken zu können, haben mit Senta Berger und Hannelore Elsner nun zwei große deutsche Schauspielerinnen jeweils eine Auswahl ihrer liebsten Märchen in weitgehend originalen Fassungen eingelesen.
Bekannte und vielfach adaptierte Märchen wie Schneewittchen oder Rapunzel und weniger präsente Geschichten, wie die vom Teufel mit den drei Haaren oder Jorinde und Joringel gewinnen durch die herausragenden Interpretationen neue Kraft und werden den Zuhörer in ihren Bann ziehen – wie schon vor 200 Jahren. Ganz sicher wird dies auch für die nächsten 200 Jahre gelten, getreu den berühmten Schlussworten: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“

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