Jay-Z | News | Starke Message: Mit seinem Video zu "Moonlight" kritisiert Jay-Z die Film-Industrie

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14.08.2017

Starke Message: Mit seinem Video zu “Moonlight” kritisiert Jay-Z die Film-Industrie

Mit “Moonlight” veröffentlicht der amerikanische Rapper Jay-Z ein äußerst gesellschaftskritisches Musikvideo. Das relativ lange Intro des Clips ist eine Nacherzählung einer Folge der Serie “Friends”. Der einzige Unterschied zwischen Remake und Original: Die Schauspieler haben alle afroamerikanischen Hintergrund. Regie führte dabei Alan Young, der auch als Drehbuchautor der US-amerikanischen Comedy-Fernsehserie “Masters of None” agierte. Für “Moonlight” holte er sich das Who-is-Who der zeitgenössischen Comedyszene vor die Kamera: Jerrod Carmichael (Ross), Issa Rae (Rachel), Lil Rel Howery (Joey), Lakeith Stanfield (Chandler), Tiffany Haddish (Phoebe) und Tessa Thompson (Monica). Passend dazu hat der Rapper auch eine Version des Clips inklusive einiger Outtakes veröffentlicht. Der Song stammt aus Jay-Zs Album 4:44.

Kritik an “Friends” und Hollywood

Mit dem Video kritisiert Jay-Z unter anderem die Macher der Serie “Friends”, die keine afro- oder lateinamerikanischen Schauspieler in ihrem Cast aufnahmen. Außerdem waren die Charaktere immer heterosexuell. In dem Song “Moonlight” spielt der Rapper auch auf die diesjährigen Oscar-Verleihungen an, in denen der Oscar für den LGBT-Film “Moonlight” fälschlicherweise zuerst an “La La Land” gegangen wäre. Lyrics wie: “Wir stecken im La La Land fest / Auch wenn wir gewinnen, werden wir verlieren”, nennt der Rapper als die zentralen Stellen in seinem Werk. In den letzten Sekunden des Clips ist der Original-Ton dieser Oscar-Verleihung zu hören. Jay-Zs Song und das Video dazu können damit als Kritik an den intoleranten Ansichten verstanden werden, die sowohl in Hollywoods Film-Industrie, als auch in vielen Rap-Songs immer noch Einzug finden. 

Jay-Z Album “4:44

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