Ludovico Einaudi | News | Tastenzauber im Stadion - Ludovico Einaudi füllt die Kölner Lanxess Arena mit seinen minimalistischen Klängen

Ludovico Einaudi

Tastenzauber im Stadion – Ludovico Einaudi füllt die Kölner Lanxess Arena mit seinen minimalistischen Klängen

In diesem Monat sind unter anderem Katy Perry, Bryan Adams und Lenny Kravitz für großformatige Auftritte in der Lanxess Arena zu Gast. Die riesige Kölner Veranstaltungshalle gehört zu den größten in Europa – bei ihrer offiziellen Eröffnung im Oktober 1998 stand kein Geringerer als Luciano Pavarotti auf der Bühne. 20 Jahre später war nun Ludovico Einaudi mit seiner Band zu Gast in der Kölner Arena. Einaudi und Pavarotti eint die Gabe, mit wenigen Tönen die Massen für sich einzunehmen – wenn auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise.
In Ludovico Einaudis Musik reichen sich verschiedene musikalische Genres die Hand. Gemeinsam mit seiner fünfköpfigen Band aus beeindruckenden Multiinstrumentalisten hat er auf der Bühne bereits mit der ersten Note eine ganz besondere Atmosphäre mit elektrisierender Sogkraft kreiert. Und das, ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen, denn wie gewöhnlich saß der Pianist eher introvertiert durchgehend mit dem Rücken zum Publikum am Flügel und war ganz und gar in die Klänge versunken. Auf einer Leinwand zogen hin und wieder schwarz-weiße Schriftzüge und grafische Muster zur Musik vorüber, die in ihrer puristischen Schlichtheit die kontemplative Stimmung verstärkten. Ansonsten verzichtete Ludovico Einaudi auf der Bühne konsequent auf eine Interaktion mit dem Publikum, es gab keine Pause, die vom Konzertgeschehen ablenken konnte, überhaupt entsprach Einaudis Auftritt in keinster Weise einer Unterhaltungsshow. Der italienische Künstler lässt die Musik für sich sprechen – und sie erreicht die Menschen. Auch im XXL–Format.
Für den Kölner Konzertabend hat Ludovico Einaudi Kompositionen aus seinem Programm “Elements” mit Hits wie “Una mattina” und bekannten Ohrwürmern aus seinen Filmmusiken kombiniert. Die fünf Musiker an seiner Seite ergänzten und bereicherten seine unverwechselbare und von einer beeindruckenden stilistischen Offenheit geprägte Klangsprache an Geige, Cello, E–Bass, singender Säge, Vibraphon und Elektronika und wechselten zwischen und in den Stücken allesamt  immer wieder mit beeindruckender Leichtfüßigkeit von einem Instrument zum anderen. “Petricor” hat Ludovico Einaudi für das Album “Elements” gemeinsam mit Daniel Hope eingespielt. Der junge Geiger, der Einaudi nun auf seiner Tour begleitet, interpretierte den Titel ebenfalls mit viel Virtuosität und Ausdruck.
Hier und da ging zu Beginn der Stücke ein erfreutes Raunen durch die Ränge: Das Publikum erkannte viele der Kompositionen sofort und verfolgte das Geschehen auf der Bühne in Anbetracht des riesigen Saals erstaunlich ruhig und konzentriert. Das macht den Reiz von Ludovico Einaudis Auftritt aus: wenn der Pianist sich ganz in die Akkorde versenkt, die mal eine melancholische Schwermütigkeit und dann wieder eine energiegeladene Aufbruchstimmung transportieren, dann überträgt sich die Magie der minimalistischen Musik mit ihren Repetitionen und ihren eingängigen Wendungen ganz unmittelbar auf die Zuhörer.
Der Abend in der Kölner Lanxess Arena hat dem Publikum tiefe Einblicke in Ludovico Einaudis Klangkosmos beschert und das Wunder vollbracht, auch in dem großformatigen Rahmen immer wieder eine berührende Intimität zu kreieren.

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