Paul McCartney | Biografie

Paul McCartney “Egypt Station” 2018

Paul McCartney
Egypt Station
 
VÖ.: 7. September 2018 
 
Am 7. September 2018 erscheint ein neues Paul-McCartney-Album. „Egypt Station“ verbindet klassisches Songwriting mit modernen Produktionsmethoden. Die 16 Songs sind das eindrucksvolle Zeugnis der ungebrochenen Meisterschaft des größten Pop-Künstlers aller Zeiten.
Über die Jahre wurden McCartney nicht weniger als achtzehn Grammy Awards verliehen. Von ihm komponierte oder mitkomponierte Songs waren 32 Mal auf Platz eins der US-Charts. Alleine mit den Beatles verkaufte McCartney bis heute 800 Millionen Einheiten, seine Soloalben und die der Beatles-Nachfolgeband Wings wurden durchgehend mit Gold und Platin ausgezeichnet.
Und nun begibt sich dieser Paul McCartney also wieder auf eine musikalische Reise. Er ist auf einer solchen, seit er 1957 im Alter von 15 Jahren John Lennons Schülerband The Quarrymen beigetreten war, aber die Lust und die Neugierde daran hat er nie verloren. „Egypt Station“, das kann bereits jetzt gesagt werden, nimmt innerhalb von McCartney Spätwerk einen besonderen Rang ein. Auf seinem 18. Soloalbum verknüpft der Songschreiber alle Stränge seiner beeindruckenden Karriere und überführt sie ins Hier und Jetzt.
Die Vorgeschichte von „Egypt Station“ geht zurück bis ins Jahr 2015, streng genommen sogar bis ins Jahr 1967: McCartney bereitete damals gerade die Jubiläumsedition zum 50. Jahrestag von „Sgt. Pepper“ vor. Er hörte sich durch die alten Aufnahmen, erinnerte sich wieder an Dinge, die er beinahe vergessen hatte und so wurde der frühe Beatles-Meilenstein zu einer wesentlichen Inspiration für „Egypt Station“.
„Die Alben aktueller Stars wie Kendrick, Taylor Swift oder Beyoncé klingen wie eine Aneinanderreihung großartiger Singles, ihnen fehlt aber der dramaturgische Bogen, wie man ihn von Pink-Floyd-Alben oder denen der Beatles kennt“, sagt McCartney. „Auf diesem Feld kann und will ich nicht mit diesen Leuten in Konkurrenz treten. Was ich kann: eine Art Konzeptalbum schreiben, das man in einem durchhören kann, wenn man möchte und das einen irgendwo hinführt.“
Es ging also noch einmal um den ganz großen Wurf: Die Kunstform des Musikalbums als zusammenhängendes Werk, die die Beatles mit „Sgt. Pepper“ quasi erfunden hatten. Zur Umsetzung dieses ambitionierten Vorhabens tat sich McCartney mit dem Produzenten Greg Kurstin (Foo Fighters, Adele, Beck u.a.) zusammen, den er bei einer Soundtrackarbeit für einen Animationsfilm kennen gelernt hatte.
Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurde immer wieder in Blöcken an dem Album gearbeitet. In Los Angeles und einem Studio im ländlichen Sussex trafen sich McCartney und Kurstin meist von zwölf Uhr mittags bis 18 Uhr. McCartney hatte fragmentarische Ideen auf seinem Smartphone, andere Songs wurden komplett im Studio geschrieben und arrangiert, wieder andere arbeitete er von einer groben Idee ausgehend mit seiner Band aus. Die meisten Instrumente spielte McCartney selbst ein, so ist der überwiegende Teil der Schlagzeugparts ebenso von ihm wie natürlich alle Bass-Parts und viele Gitarren. Andere Instrumente übernahmen Kurstin sowie die Musiker von McCartney lange erprobter Tourband.
Erst zum Ende der Produktion ging es für den Feinschliff in McCartneys Wohnzimmer: In den legendären Abbey-Road-Studios zu London, wo in den Sechzigerjahren bereits die großen Beatles-Alben entstanden waren, wurden Overdubs hinzugefügt, also Streicher, Chöre und Bläsersätze. Für „Opening Station“ und „Station II“, welche die Klammer dieses Albums bilden, nahm Kurstin schließlich einen Chor in einer Kirche mit genau jener Bandmaschine von Brenell auf, die einst im Rahmen der „Revolver“-Produktion für „Tomorrow Never Knows“ zum Einsatz gekommen war.
Paul McCartney glühte vor Kreativität und Arbeitseifer. Als Kurstin einmal verhindert war, ging McCartney kurzerhand mit Ryan Tedder von OneRepublic ins Studio und nahm drei Songs mit ihm auf, von denen das hochinfektiöse „Fuh You“ auf „Egypt Station“ enthalten ist. So entstanden nicht weniger als 16 Songs, die das gesamte musikalische Spektrum des McCartney-Universums abdecken. „Paul war es wichtig, eine ähnliche Vielfalt wie auf den klassischen Beatles-Alben zu erreichen“, sagt Produzent Kurstin im amerikanischen „Rolling Stone“.
„Confidante“ ist ein wunderschönes Akustikstück, das McCartney beinahe im Alleingang vorträgt, die erste Single „I Don’t Know“ eine der großen McCartney-Klavierballaden in der Tradition von „Hey Jude“, „Do it Now“ ein melodramatischer Tearjerker, „Caesar Rock“ ein straighter Rocker, der auch den Rolling Stones gut zu Gesicht stehen würde, „Happy With You“ eine zu Herzen gehende, sehr direkte Liebeserklärung, „People Want Peace“ eine Friedenshymne. McCartney beschwört den Gemeinschaftsgeist, appelliert an Vernunft und Liebe und findet so immer wieder auch politische Töne.
Das gilt in besonderer Weise für „Despite Repeated Warnings“, dem musikalischen Kernstück dieses Albums. Inhaltlich eine Analogie auf die Unbelehrbarkeit der menschlichen Rasse, ist der siebenminütige Song ein vielschichtiges, theoretisch aus mehreren Songs bestehendes Epos, mit dem McCartney die Tradition dessen wiederaufnimmt, was er „Teenage Opera“ nennt: Komplexe Pop-Miniopern, die über das Songformat hinausgehen. McCartney selbst hat dieses Format mit den Beatles und „A Day In The Life“ zur Perfektion gebracht und später mit den Wings immer wieder aufgegriffen. 
Und so schließt sich mit „Egypt Station“ also ein Kreis: Das Album, das allgemein als erstes Musikalbum nach heutigem Verständnis gilt, hat ein Meisterwerk dieser Gattung inspiriert, wie es sie in diesen Tagen kaum noch gibt.
Egypt Station Tracklist:
01. Opening Station
02. I Don’t Know
03. Come On to Me
04. Happy With You
05. Who Cares
06. Fuh You
07. Confidante
08. People Want Peace
09. Hand in Hand
10. Dominoes
11. Back in Brazil
12. Do It Now
13. Caesar Rock
14. Despite Repeated Warnings
15. Station II
16. Hunt You Down / Naked / C-Link
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