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Yellow Lounge
02.09.2010

Yellow Lounge mit Matthew Herbert und dem Konzerthausorchester

Nun gilt Matthew Herbert schon seit mehr als einem Jahrzehnt als Pionier der elektronischen Musikszene, dessen künstlerischer Umgang mit dem vorgefundenen Material sich ebenso avantgardistisch wie einfallsreich mit den Originalen beschäftigt. So kann es durchaus passieren, dass der Brite eine CD besonders ungeliebter Kollegen als Loop-Impuls solange auf ein Mikrofon schlägt, bis sie sich langsam auflöst, dabei aber die Beats für ein nächstes Stück liefert. Oder dass er ein Album aus Geräuschen macht, die ausschließlich von Essbarem erzeugt werden.
Besonders weit aber ging Herbert erst unlängst. Denn im Rahmen der „Recomposed“ -Reihe der Deutschen Grammophon widmete er sich der zehnten und unvollendeten Symphonie von Gustav Mahler und rekonstruierte das Werk aus werkimmanenter Perspektive. Sein Bestreben war dabei nicht, zur zehnten Symphonie seine persönliche Sichtweise beizusteuern, sondern sie zu verstehen und ihren Konfliktreichtum zu verstärken. Die Musikwelt reagierte überrascht, irritiert, enthusiasmiert, und so ist zu erwarten, dass die Szenegänger am kommenden Dienstag, 7. September den Berliner Admiralspalast (Friedrichstraße 101) belagern.
Denn an diesem Abend wird Matthew Herbert zusammen mit dem Konzerthausorchester Berlin von 21 Uhr an das Projekt live im Rahmen der Yellow Lounge präsentieren. Mit von der Partie sind die DJs Canisius und Efdemin (dial records) und VJ Safy Sniper. Eine Kult-Nacht, ohne Zweifel!

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