Kendrick Lamar | News | Kunst? Verdammt, ja! Und verdammt gute: Das "DAMN."-Cover von Kendrick Lamar

Kendrick Lamar 2015
13.04.2017

Kunst? Verdammt, ja! Und verdammt gute: Das “DAMN.”-Cover von Kendrick Lamar

Kendrick Lamar servierte es häppchenweise: Nach seinem Song “The Heart Pt. 4” und dem Video zu “HUMBLE.”, erscheint das AlbumDAMN.” am 14. April 2017. Bereits drei Tage zuvor knallte uns der US–Rapper das Cover seines Longplayers vor den Latz: Wie wir Kendrick kennen, ist es mit einer verschlüsselten Botschaft versehen. Wie verraten euch, was hinter dem Album-Artwork steckt.

Designer Vlad Sepetov äußert sich zum Artwork von “DAMN.”

“Das ist ein schlechtes Design” hört man aus einigen Kanälen über das Cover des neuen Kendrick Lamar-Albums “DAMN.”. Dass man über Kunst und Geschmack streiten kann, wissen wir alle. Dass Kendrick seine Message auch über die Artworks seiner Alben verbreitet, ist ebenfalls bekannt. Auf “DAMN.” sehen wir den Rapper selbst, mit rohem, zerstörerischem Blick. Darüber in rot, aufdringlich und fettgedruckt der Titel “DAMN.”. Was puristisch und klar wirkt, lässt bei genauerem Blick viel Interpretation offen, zu der sich nun auch Designer Vlad Sepetov via Twitter äußerte:
already seeing a lot of discussion about the cover. and i’m really excited about it. it’s interesting to see people talk about “bad” design.
— Vlad Sepetov (@VSepetov) 11. April 2017
Weiter schrieb der Grafik-Designer, der auch das “To Pimp A Butterfly”-Cover gestaltete: “Ich bin enorm stolz auf dieses Cover und wollte etwas machen, dass laut ist und an dem sich gerieben wird.” Und genau das funktioniert in der Diskussion über ein vermeintlich “gutes” oder “schlechtes” Design des Kendrick Lamar-Albums. “Mein Ziel war es etwas zu erschaffen, das nicht konform ist.” Aber wie soll Kunst das auch sein? Genauso wollten es Kendrick und der Künstler, die das Artwork metaphorisch mit “rohen Knochen” vergleichen. Diese Assoziation ist ziemlich treffend, thematisiert der Rapper auf seinem 14-Track-starken Longplayer unverblümt die Realtiät der Welt und zeigt sich wieder einmal sozialkritisch.

Ungeeignete Platzierung? Von Wegen: Der Parental Advisory Hinweis auf dem Cover

Auch zur offensichtlichen und sehr zentralen Platzierung des Parental Advisory Vermerks, der ein Musikwerk als ungeeignet für Minderjährig einstuft, wurde in den Sozialen Medien diskutiert. Vlet Sepetov postet auch dazu auf seinem Twitter-Account:
@NickyChulo we wanted to make the pa logo part of the design not an afterthought. why make it small? let’s make it huge and embrace it. DAMN.
— Vlad Sepetov (@VSepetov) 11. April 2017
Genau diese Direktheit und seine kraftvollen Statements sind es, die Kendrick Lamar als einen der einflussreichsten Rapper der Gegenwart ausmachen. Er innoviert Hip Hop und gibt ihm kritische Kraft, die ohne vorgehaltene Hand funktioniert. Deswegen verlangt es eben auch nach mehr Offensive: Die derbe und deutliche Ansage musste also auch auf dem Cover platziert werden. Was hingegen defensiv, aber eindringlich funktioniert, ist der Blick von Kendrick auf dem Artwork: Ob diese Gegenpole jetzt ein gutes Artwork ausmachen? “Verdammt, ja.” oder einfach “DAMN.”.

“DAMN.” von Kendrick Lamar 

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